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Piroggen mit Bacon und Salbei ©stock.adobe.com/Magdalena Bujak

Polnische Küche – Rezepte für Zrazy, Piroggen und mehr

Herzhaft und lecker ist euer Fall? Dann solltet ihr euch mal die polnische Küche anschauen! Koch-Mit macht mit euch einen kleinen Ausflug in die Welt von "Zrazy" und "Piroggen" und zeigt, wie man sie zubereitet.

Deftige Zrazy, köstliche Piroggen und kleine, aber feine Kopytka. Diese Namen sagen euch nichts? Dann wird es Zeit für einen Ausflug in die polnische Küche!


Unser Nachbar Polen hat nämlich einiges an kulinarischen Spezialitäten zu bieten, die vor allem eins sind: Gehaltvoll und einfach zuzubereiten. Damit bekommt man garantiert die ganze Familie satt. Also warum nicht mal polnisch kochen?

Bigos mit einem Stück Brot

Das Nationalgericht Polens: Bigos.

Als Grundzutat bei vielen polnischen Gerichten dient sehr oft Fleisch. Wer also gerne Rind oder Schwein isst, wird hier garantiert glücklich. Gleichzeitig kommen viele verschiedene Pilzarten, wie Steinpilze oder Pfifferlinge, auf den Teller, da Polen ein sehr waldreiches Land ist. Daneben gibt es noch eine Menge Gerichte, bei denen Kartoffeln und Kohl auf der Zutatenliste stehen, da sie köstlich und kostengünstig erhältlich sind. Eben typisch deftig und gar nicht so unähnlich der deutschen Küche. Wo wir bei den Einflüssen auf die Esskultur Polens sind: Diese kommen aus verschiedenen Ländern, wie etwa Russland oder Tschechien. Aber auch die deutsche und die italienische Küche spiegeln sich in manchen Gerichten Polens wieder. Zrazy beispielsweise erinnern stark an unsere Rouladen oder Kopytka an italienische Gnocchi.

Typisch polnisch – Borschtsch und Bigos

Außerdem treffen wir hier noch einen alten Bekannten: Die Rote Beete ist in Polen extrem beliebt und wird gerne im Nationalgericht Borschtsch verarbeitet. Diese köstliche Suppe mit ihrer intensiven Farbe können wir jedem Suppenliebhaber ans Herz legen. Apropos Nationalgericht: Hier darf natürlich deftiges Bigos, der schmackhafte Schmortopf, nicht außen vor gelassen werden. Mit mehreren Fleischsorten und Sauerkraut schmort Bigos lange im Topf und wird so wunderbar zart. Außerdem kann man es in großen Mengen zubereiten – perfekt für jede Feier oder Geburtstage.

kalte Suppen: pinker Borschtsch mit Ei und Sahne

Sieht nicht nur toll aus, schmeckt auch klasse: Borschtsch

Was die Getränke angeht, gibt es in Polen einige Unterschiede. Beispielsweise beim Kaffee sieht es in Polen etwas anders aus als hier in Deutschland. Im Vergleich wird in Polen nämlich weitaus weniger Kaffee pro Kopf getrunken. Dafür spielt Tee eine große Rolle, der statt Kaffee schon zum Frühstück serviert wird. In Sachen alkoholhaltiger Getränke kennt man aus Polen vor allem eins: Wodka. Dieser Schnaps wird meist aus Kartoffeln hergestellt und pur genossen. Dazu reicht man Gewürzgurken und Tomaten. Aber auch Bier ist dort weit verbreitet und wird gerne zu allen möglichen Anlässen getrunken.

So, nun aber genug Infos über die Eigenheiten der polnischen Küche. Hier präsentieren wir euch Rezepte für die köstlichen Spezialitäten aus Polen!

Zrazy – Polnische Rinderrouladen

Wie gesagt, sind die polnischen Rouladen unseren nicht unähnlich. Saure Gewürzgurken packen die Polen genauso in die Rinderrollen, wie wir es tun und etwas Senf auf dem Fleisch darf auch nicht fehlen. Außerdem verzichten sie auch nicht auf Speck, der wunderbar mit dem Fleisch harmoniert und dafür sorgt, dass es nicht austrocknet. Da die Zrazy in Polen ein klassisches “Jagdgericht” sind, gehören auch Zutaten aus dem Wald dazu. Beispielsweise wandern oft noch Pilze wie Champignons oder Steinpilze in die Füllung.

Zutaten für 4 Rouladen

  • 250 g Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 4 Rinderrouladen
  • 3 EL Senf
  • 4 Scheiben Speck
  • 4 Essiggürkchen
  • 1 Glas Rotwein (250 ml)
  • 500 ml Rinderfond
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL Stärke
  • Salz
  • Pfeffer
  • Etwas Butter
Zrazy - polnische Rinderrouladen auf Teller

Die Zrazy sehen unseren Rouladen zum Verwechseln ähnlich!

Zubereitung

Schritt 1
Zuerst putzen wir die Pilze mit einem Küchentuch. Die Zwiebel schälen wir und schneiden beides in grobe Stücke. Damit wir die Zrazy dann schön füllen können, rollen wir jetzt die Rouladen aus, klopfen sie flach und bestreichen sie anschließend gleichmäßig mit dem Senf.

Schritt 2
Nun schneiden wir den Speck und die Essiggürkchen in gleich große Stücke und verteilen sie gleichmäßig auf den Rouladen. Die Pilze brutzeln wir in einer Pfanne mit etwas Butter kurz an und geben sie dann zur restlichen Füllung auf das Fleisch. Nun werden die Zrazy aufgerollt und mit Garn oder Zahnstochern befestigt.

Schritt 3
Wenn die Rouladen fertig zusammengebunden sind, gießen wir etwas Öl in einen Schmortopf oder eine tiefe Pfanne. Darin braten wir jetzt die Zwiebeln zusammen mit den Rouladen an und gießen anschließend den Rotwein und den Rinderfond dazu. Die Sauce würzen wir mit dem Lorbeerblatt sowie Salz und Pfeffer und lassen dann die Zrazy darin mit geschlossenem Deckel für 1 Stunde schmoren, bis sie schön mürbe sind.

Schritt 4
Zum Schluss holen wir die Zrazy mit einer Zange heraus und binden die Sauce mit etwas in Wasser gelöster Speisestärke ab. Nun schmecken wir die Sauce noch einmal mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker ab, geben die Rouladen wieder hinein und können sie dann servieren. Dazu passen Kartoffeln oder Klöße.

Piroggen – Polnische Teigtaschen

Gefüllte Teigtaschen, wie gebratene Maultaschen, Tortellini oder asiatische Dumplings, gibt es überall. So auch in der polnischen Küche, die mit Piroggen aufwartet. Diese sind, im Gegensatz zu anderen slawischen Piroggen, nicht mit Fleisch, sondern mit Kartoffeln und Twaróg (eine Art Quark) gefüllt. Nach dem Kochen werden sie noch in etwas Öl oder Butter geschwenkt und serviert. Da man den polnischen Quark hierzulande kaum bekommt, kann man auch Schichtkäse verwenden. Unser Tipp: Spart bei der Füllung nicht an Gewürzen, da die Kartoffeln und der Nudelteig sehr viel davon schlucken.

Zutaten für 4 Personen

Für den Teig

  • 500 g Weizenmehl
  • Salz
  • 2 Eier
  • 100 ml Wasser

Für die Füllung

  • 2 Zwiebeln
  • 700 g Kartoffeln
  • 500 g Schichtkäse
  • Salz
  • Pfeffer

Zum Braten

  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Butter
  • 4 Streifen Speck
  • 6 Blätter Salbei
Piroggen mit Bacon und Salbei

Köstlich gefüllt und wunderbar sättigend: Piroggen.

Zubereitung

Schritt 1
Zuerst bereiten wir den Teig für unsere Piroggen vor. Dazu sieben wir das Mehl in eine große Schüssel, streuen Salz hinein und schlagen dann die Eier hinzu. Nun verkneten wir die Zutaten mit gut 100 ml Wasser zu einem festen Teig, den wir anschließend in Frischhaltefolie einschlagen und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Schritt 2
Während der Teig kühlt, bereiten wir die Füllung vor. Dazu schälen wir die Zwiebeln und die Kartoffeln und schneiden beides in Stücke. Anschließend geben wir die Kartoffeln mit ausreichend Salzwasser in einen Topf und kochen sie gar.

Schritt 3
Wenn die Kartoffeln fertig sind, geben wir sie zusammen mit dem Schichtkäse in eine Schüssel, würzen alles gut mit Salz und Pfeffer und stampfen es zu einer homogenen Masse.

Schritt 4
Wir holen den Nudelteig nun aus dem Kühlschrank und rollen ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn aus. Jetzt schnappen wir uns einen Keksausstecher oder eine Schüssel mit ungefähr 10 cm Durchmesser und stechen die einzelnen Piroggen aus. Danach kneten wir den übrigen Teig wieder zusammen, rollen ihn wieder aus und stechen wieder Teigtaschen aus, bis der Teig aufgebraucht ist.

Schritt 5
Nach dem Ausstechen erhitzen wir ausreichend Wasser in einem Topf und salzen es. Nun geben wir jeweils einen Klecks der Füllung (ungefähr 1 Teelöffel) auf den Teig und formen daraus die typischen Teigtaschen. Dazu müssen wir nur die eine Seite des Teigs über die Füllung legen und dann bündig auf der anderen Seite festdrücken. Anschließend geben wir sie in den Topf mit Salzwasser und kochen sie darin gar. Den Garpunkt erkennt man, wenn die Piroggen oben schwimmen.

Schritt 6
Nun schöpfen wir die Teigtaschen der polnischen Küche mit einem Schaumlöffel ab und geben sie kurz auf ein Küchentuch zum Abtropfen. Danach zerlassen wir die Butter zum Braten in einer Pfanne, schälen und hacken die Zwiebel und schwitzen sie an. Dazu geben wir dann die Piroggen, sowie den klein geschnittenen Speck und die Salbeiblätter und braten alles zusammen an. Nun müssen wir sie nur noch mit etwas frischem Pfeffer bestreuen, auf Tellern verteilen und servieren. Guten Appetit!

Placek Po Wegiersku – Pfannkuchen aus Kartoffelteig

Hinter diesem schwierig auszusprechendem Namen (man spricht ihn übrigens: plazek po wengiersko) steht ein ganz einfaches Gericht: eine Art Pfannkuchen aus Kartoffelteig. Diese werden gebacken und anschließend mit einem einfachen Gulasch gereicht. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen und schmeckt einfach klasse. Clever: Um der Schwere des Gerichts etwas entgegen zu wirken, kommen die Kartoffelpuffer der polnischen Küche oft mit etwas saurer Sahne.

Zutaten für 4 Portionen

Für die Kartoffelpuffer

  • 1 kg Kartoffeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 EL Mehl
  • 4 Eier
  • Salz

Für die Sauce

  • 1 Bund Suppengemüse
  • 2 Paprika
  • 2 Zwiebeln
  • 500 g gemischtes Gulasch
  • 300 ml Rinderfond
  • 100 ml Rotwein
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Scheibe Roggenbrot
Kartoffelpuffer der polnischen Küche auf Teller mit Sauce

Die Kartoffelpuffer lassen sich natürlich auch mit Gulasch vom Vortag servieren – schmeckt garantiert!

Zubereitung

Schritt 1
Zuerst bereiten wir das Gulasch zu. Dazu waschen wir das Gemüse und die Zwiebeln, entfernen Schalen, Strünke usw. und schneiden alles in grobe Stücke. Währenddessen können wir schon etwas Öl in einem großen Topf erhitzen, in dem wir anschließend das komplette Gemüse für 2 Minuten andünsten. Dazu geben wir dann noch das Fleisch und braten es auch mit an.

Schritt 2
Wenn sich schöne Röststoffe gebildet haben, löschen wir alles mit Rotwein ab und gießen den Rinderfond dazu. Nun würzen wir die Sauce noch mit Salz und Pfeffer lassen alles für 1 Stunde köcheln.

Übrigens: Man kann die Placek Po Wegiersku natürlich auch zu Gulasch vom Vortag servieren. Schmeckt köstlich!

Schritt 3
Um die Sauce später zu binden, entfernen wir die Rinde vom Brot und reißen es in kleine Stücke. Diese geben wir dann zur Sauce, damit sie eindickt.

Schritt 4
Während die Sauce köchelt, bereiten wir unsere Kartoffelpuffer der polnischen Küche vor. Dazu schälen wir die Kartoffeln und schneiden sie in gleich große Stücke. Diese kochen wir dann mit ausreichend Salzwasser in einem anderen Topf gar. Wenn sie fertig sind, gießen wir sie ab und lassen sie kurz etwas ausdünsten. Dann geben wir die Kartoffeln zusammen mit dem Mehl und den Eiern in eine Schüssel, würzen alles mit Salz und pressen die geschälten Knoblauchzehen mithilfe einer Knoblauchpresse hinzu. Anschließend stampfen wir alles zu einer homogenen Masse, aus der wir dann die Placek Po Wegiersku formen.

Schritt 5
Nun erhitzen wir ausreichend Öl in einer Pfanne, um darin die Puffer schön goldbraun ausbacken zu können. Jetzt geben wir so viel von unserem Teig in die Pfanne, dass wir einen schönen runden Fladen formen können und backen ihn fertig. So bereiten wir nach und nach alle unsere Kartoffelpuffer zu und servieren sie zum Schluss zusammen mit unserer Sauce. Tipp: Serviert sie mit etwas Saurer Sahne oder Quark.



Kopytka – Polnische Kartoffelklößchen

Kartoffeln sind vielseitig einsetzbar. Neben den leckeren Placek Po Wegiersku und den Piroggen gibt es nämlich noch eine weitere Spezialität aus Polen, die mit den goldenen Erdäpfeln zubereitet wird: Kopytka. Diese kleinen Stücke gegarter Kartoffelteig erinnern an italienische Gnocchi und können genauso kreativ eingesetzt werden. Herzhaft zubereitet schmecken sie genauso köstlich wie mit ein paar Früchten und Zucker.

Kopytka der polnischen Küche

Die schmackhaften Klößchen gibt es in herzhaft…

Zutaten für 4 Portionen süße Kopytka

  • 1 kg Kartoffeln
  • 300 g Mehl
  • 2 Eier
  • Etwas Salz
  • Zucker
  • 60 g Butter
  • 250 g Erdbeeren

Zubereitung

Schritt 1
Zuerst schälen wir die Kartoffeln, schneiden sie in gleich große Stücke und geben sie in einen Topf mit kochendem Salzwasser. Darin lassen wir sie dann gar kochen und gießen sie anschließend ab. Nun dürfen sie einen Moment ausdampfen und wandern dann in eine große Schüssel, in der wir sie mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken.

Schritt 2
Nun können wir schon einmal einen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Zu unserem Kartoffelstampf geben wir dann das Mehl sowie die Eier hinzu und verkneten alles zu einem dicken Teig. Diesen formen wir dann auf unserer bemehlten Arbeitsfläche zu ungefähr fingerdicken Rollen und schneiden 4 cm lange Stücke davon ab. Anschließend garen wir die Kopytka im Salzwasser. Sobald sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie gar.

Schritt 3
Nun zerlassen wir die Butter in einer Pfanne und geben die Kopytka hinein. Während wir die kleinen Klöße darin brutzeln lassen, entfernen wir das Grün der Erdbeeren und schneiden diese in mundgerechte Stücke. Zum Schluss verteilen wir die Kopytka auf den Tellern, bestreuen sie noch mit Puderzucker und servieren sie dann zusammen mit den Erdbeeren. Guten Appetit!

Kopytka der polnischen Küche mit Erdbeeren auf Teller

… und in süß!

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