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Bigos mit einem Stück Brot ©stock.adobe.com/Belyaevskiy

Bigos – deftiger Eintopf aus Polen

Wer richtig Hunger hat, gibt sich nicht mit Suppe oder Salat zufrieden. Etwas Gehaltvolles muss es sein und ganz ohne Stress zuzubereiten. Da kommt Bigos, der Star unter den Eintöpfen, wie gerufen. Denn hier gibt es leckeres Fleisch, schmackhaftes Sauerkraut und eine ordentliche Ladung Gewürze aus einem Topf. Und das schmeckt beim dritten Aufwärmen sogar noch besser.

Die letzten Wochen haben wir uns oft mit Rezepten aus der DDR, wie etwa Soljanka beschäftigt. Diese Oldschool-Gerichte sind nicht nur lecker, sondern auch einfach herzustellen. Wenn man jetzt noch weiter in den Osten geht, nämlich nach Polen, gibt es einen ganz besonderen Schatz unter den Eintöpfen zu finden: Bigos!

Bigos ist eines der polnischen Nationalgerichte. Da das Gericht schon ein paar Jahrhunderte alt ist und sich niemand auf ein Rezept einigen konnte, kommt Bigos in ganz vielen verschiedenen Varianten daher. Eins haben sie aber alle gemeinsam: Die Zutaten sind deftig und machen, auch bei schwerer körperlicher Arbeit, lange satt. Außerdem ist Bigos lange haltbar und lässt sich ganz einfach mehrfach aufwärmen, was es ideal für mehrere Tage macht.


Bigos aus dem Ofen

Zutaten:

  • 400 g Sauerkraut
  • Kümmel
  • 10 Wacholderbeeren
  • 1 Apfel
  • 280 g Weißkohl
  • Salz
  • Insgesamt 400 g Fleisch vom Rind, vom Schwein und Geflügel
  • 3 EL Tomatenmark
  • 120 g Kabanossi
  • 100 g Räucherspeck
  • 5 getrocknete Pflaumen
  • 30 g Pilze
  • 2 Zwiebeln
  • 220 ml Gemüsebrühe
  • 60 ml Rotwein
  • 4 Pimentkörnchen
  • 1 Lorbeerblatt
  • Majoran
  • Pfeffer
Bigos im Topf mit Kabanossi

Die Kabanossi geben dem Bigos noch eine schön würzige Note


Leckere Rezepte aus der DDR

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Zubereitung:

Schritt 1
Bevor ihr loslegt, solltet ihr eure getrockneten Pflaumen in Wasser einweichen, damit ihr sie später gut weiterverarbeiten könnt. Das dauert so ungefähr 2 Stunden. Wenn ihr dann wirklich anfangt, wascht zuerst euren Weißkohl und entfernt seinen Strunk. Schneidet ihn dann in gut 5 cm lange Stücke. Mit dem Sauerkraut macht ihr dasselbe. Achtet hier darauf, am besten frisches Sauerkraut zu nehmen, dann schmeckt das Bigos noch etwas besser. Aber natürlich geht das Rezept auch mit Dosensauerkraut. Dazu lasst ihr das Sauerkraut aus der Dose einfach in einem Sieb abtropfen und verarbeitet es dann einfach weiter. Auch das Schneiden könnt ihr euch damit sparen.

Schritt 2
Nehmt euch eure drei verschiedenen Sorten Fleisch vor. Wascht dieses kurz ab und tupft sie dann trocken. Schneidet Rind, Schwein und Geflügel dann in gleich große, mundgerechte Stücke. Erhitzt dann etwas Öl in einem tiefen, ofengeeigneten Topf und bratet das Fleisch darin für 3-4 Minuten an.

Schritt 3
Während das Fleisch brät, schneidet ihr den Räucherspeck in Streifen, schält die Zwiebeln und den Apfel und würfelt letztere auch in gleich große Stücke. Wenn das Fleisch fertig ist, nehmt es heraus und schwitzt dann im übrigen Fett den Speck, die Zwiebeln und die Apfelstücke an. Putzt eure Pilze währenddessen und holt eure Pflaumen aus dem Wasser. Schneidet beides auch in Stücke und gebt es mit in den Topf. Rührt alles kräftig durch und lasst es etwas brutzeln.

Schritt 4
Wenn alles etwas gebräunt ist, gebt noch das Tomatenmark hinzu und lasst es für eine Minute kurz mitrösten. Gebt dann sowohl den Weißkohl als auch das Sauerkraut hinzu. Lasst alles nun solange köcheln, bis der Weißkohl zusammengefallen ist. Fügt dann das Fleisch wieder zum Rest und gebt noch die restlichen Zutaten, wie den Rotwein, das Lorbeerblatt, die Wacholderbeeren, den Majoran, sowie das Piment und etwas Kümmel hinzu. Rührt alles gut durch.

Schritt 5
Heizt euren Ofen auf 150 Grad vor. Gebt die Gemüsebrühe zu euren restlichen Bigos Zutaten in den Topf und würzt jetzt alles noch kräftig mit Salz und Pfeffer. Rührt den Eintopf dann noch einmal gut durch, setzt einen Deckel auf den Topf und stellt ihn für 3 Stunden in den Ofen. Rührt immer mal wieder um, damit alles gleichmäßig gart.

Schritt 6
Eine halbe Stunde vor dem Ende der Garzeit nehmt ihr den Deckel vom Topf. Schneidet dann die Kabanossi in dicke Scheiben und gebt sie in euer Bigos. Lasst das Ganze jetzt noch fertig köcheln und holt es dann aus dem Ofen. Wenn noch zuviel Flüssigkeit im Topf ist, könnt ihr es auch noch auf mittlerer Hitze auf dem Herd etwas einkochen lassen. Das Bigos hält sich eine gute Woche und lässt sich einfach immer wieder im gleichen Topf erhitzen. Ganz rustikal serviert ihr es am besten mit einem Stück Brot und hinterher noch einem kleinen Schnaps. Dobry Apetyt!

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