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eine Schale Holunderbeersuppe mit frischen Holunderbeeren ©stock.adobe.com/silencefoto

Rezepte für Kaltschale – klassisch mit Obst

Da werden Erinnerungen wach! Kaltschalen mit dem Obst, das Markt oder Garten gerade hergeben. Am Morgen schnell in einen Topf geworfen, Mittags oder Abends köstlich als Mahlzeit oder Nachtisch.

Kaltschalen schmecken immer!

Heute kümmern wir uns um einen wunderbaren Klassiker, der voller Geschmack und voller Erinnerungen ist – meiner liebsten Freundin Ines sei Dank. Als ich klein war, gab es eigentlich kein Essen ohne irgendeine Form der Kaltschale – denn im groben Sinne gehören auch Kompott, Fruchtsuppe und Marmelade in diese Familie. Aber nicht nur das: Kaltschale kann auch herzhaft sein, denn auch eine Gazpacho, also eine kalte Gemüsesuppe, zählt rein technisch zur Kaltschale. Heute wird auch gerne gemischt, also Gurkenkaltschale mit Wassermelone oder Himbeerkaltschale mit Rosmarin. Wir machen es aber heute so, wie die meisten von uns sie von früher kennen. Dort kam vor allem rein, was gerade Saison hatte und was weg musste, also reif im Garten geerntet wurde, so bleiben die Rezepte auch preislich sehr günstig.

Rote Grütze mit Vanillesauce im Glas

Auch Rote Grütze zählt zu den Kaltschalen

Kaltschale gab es sehr oft zum Dessert, und wenn ich genug genervt habe sogar mit Sago! Den gab es nämlich sonst nur, wenn es Kaltschale als Hauptgericht gab, denn angeblich sättigt Sago.
Im Laufe der Zeit habe ich die verschiedensten Kaltschalen gegessen: Als Buttermilchsuppe mit zerbrochenem Zwieback oder gebratenen Brotwürfeln, mit großen Fruchtstücken und etwas Sahne, oder Eis, gut püriert als Sauce zu Milchreis oder Grießbrei, mit Vanillesauce oder einfach ohne alles. Probier es aus!

Waldbeeren & Grieß

Die Kombination ist einfach perfekt, denn die kräftigen Beeren ergänzen sich ideal mit den milden Grießnocken, die mit Quark gemacht werden. Dieses Rezept ist dank der Nocken also eher als vollwertige Mahlzeit und weniger als Dessert geeignet – verboten ist es aber nicht!

Der Trick für schnelle Nocken? Nicht so viele Gedanken machen! Den ersten Esslöffel gestrichen voll machen, den Zweiten oben auflegen und mit dem Rand eine Nocke formen. Meist muss man das Rand auflegen zwei- dreimal mit den Löffeln im Wechsel wiederholen und das war’s. Wie sagt Mama immer? Nicht schön, aber selten. Und schmeckt!

Waldbeeren dekoriert mit Minze

Waldbeeren gibt es das ganze Jahr über auch gefroren

Beeren-Kaltschale mit Grießnocken

Für 4-6 Portionen

Für die Kaltschale:

  • 500 g gemischte Beeren
  • Eine Zimtstange
  • 1 L Wasser
  • 100 g Zucker
  • 2 EL Speisestärke
  • Saft einer halben Zitrone

Für die Grießnocken:

  • 250 g Magerquark
  • 2 Eier
  • 50 g Mehl
  • 90 g Grieß
  • 3 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
Kaltschale mit Grießnocken

Quarknocken und Waldbeeren

Zubereitung

Schritt 1
Frische Beeren gründlich waschen und verputzen, dann 500 g abwiegen. Das Wasser mit der Zimtstange und dem Zucker mischen, aufkochen und die Beeren dazugeben. Nochmal aufkochen und 5 Minuten leise köcheln lassen. Währenddessen die Stärke in einem kleinen Glas in kaltem Wasser lösen. Nach der Kochzeit mit der Stärke abbinden, aufkochen lassen, vom Herd nehmen und die Zimtstange herausnehmen. Kaltschale in eine möglichst große Schüssel geben (damit sie schneller abkühlen kann).

Schritt 2
Während die Kaltschale runterkühlt, in einer Backschale den Quark mit den Eiern und dem Salz verrühren. In einer anderen Schüssel das Mehl mit Grieß und Zucker mischen. Jetzt alle Zutaten mit einem Handmixer so lange rühren, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat.

Schritt 3
Etwa 4 Liter Wasser in einem Bratentopf zum Kochen bringen. Die Hitze auf kleinste Stufe drehen, mit 2 Esslöffeln den Teig als Nocken abstechen und direkt ins Wasser geben. Dort dürfen die Nocken ziehen (Wasser soll nicht kochen), bis sie nach oben kommen, dazu nach 2 Minuten vorsichtig mit einem Holzlöffel vom Topfboden lösen. Wenn sie hochkommen, dürfen sie noch 3 Minuten durchziehen. Dann mit dem Schaumlöffel entnehmen.
Die Kaltschalen auftun und mit den Nocken servieren. Passt toll mit etwas geschlagener Sahne oder Vanilleeis. Guten Appetit!

Erdbeeren und Sago sind der Klassiker

Erdbeer-Kaltschale war meine erste, denn die Erdbeeren waren im Garten außerhalb immer als erstes reif. Dann gab es Quarkspeise mit Erdbeeren, gefüllte Blätterteigtaschen mit Erdbeeren und Vanillepudding – und eben Kaltschale. Super lecker! Am liebsten mochte ich aber den Sago. Den mag ich gerne in der Spargelsuppe, aber noch lieber in der Kaltschale. Die kleinen Stärkekugeln sind ein schönes Vermächtnis aus der guten, alten Zeit und wer es nicht kennt, sollte es unbedingt probieren. Kleine Herausforderung: Den Sago nicht unbeaufsichtigt lassen und immer schön rühren, sonst brennt er an. Aber du musst ja sowieso die Erdbeeren schneiden…


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Erdbeer-Kaltschale mit Sago

Für 4 Teller

  • 1 Liter Wasser
  • 50 g Sago
  • 500 g Erdbeeren (schmeckt auch toll mit Kirschen oder Pfirsichen)
  • 60 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • Einige spritzer Zitrone
Erdbeer-Kaltschale auf einem Teller

Da muss nichts dazu: Kaltschale mit Erdbeeren

Zubereitung

Schritt 1
Das Wasser mit dem Zucker in einen großen Topf geben. Anschließend die Vanilleschote längs aufschneiden, auskratzen und Mark und Schote mit ins Wasser geben. Den Sago abwiegen und ebenfalls dazugeben, alles kurz aufkochen lassen, den Herd sofort runterstellen und alles 20 Minuten köcheln – dabei unbedingt ständig rühren!

Schritt 2
Die Erdbeeren waschen und putzen und je nach Größe vierteln oder achteln. Wenn der Sago aufgequollen ist und die Kaltschale schön dick geworden ist, die Erdbeeren dazugeben und nochmal 5 Minuten kochen lassen, weiter umrühren. Den Topf kann man im Wasserbad abkühlen lassen (auch dann immer schön rühren) oder einfach nach 3-4 Stunden genießen. Das verschwendet auch kein Wasser.

Schmeckt ganz toll einfach so, ohne alles – guten Appetit!

Holunder und Butter sind DAS Traumpaar

Wer hätte es gedacht? In meinem Kochbuch von 1912 wird die Holundersuppe noch mit in Butter gebratenem Brot serviert. Auf der nächsten Seite brät man die Holunderdolden einfach direkt in Butter an. Schmeckt bestimmt lecker. Wir werden in unserem Rezept aber einfach die Suppe mit etwas Butter verfeinern, so haben wir das immer gemacht.
Wenn du keinen Garten und keinen Holunder hast, geh am Wochenende mal etwas spazieren. Selbst hier in Berlin gibt es jede Menge wilden Holunder und Kleingärtner, die sich freuen, wenn sie ein paar Beeren loswerden. Aber immer schön fragen!

Wenn du partout nicht an Beeren kommst, gehen auch 2 Liter gekaufter Saft.

Holunderbeeren

Holunderbeeren gibt es an jeder Ecke!

Holundersuppe

Für etwa 6 Portionen

  • 25 – 30 Holunderdolden
  • 2 Liter Wasser
  • 40 g Stärke
  • 100 g Zucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • Zitronenabrieb (von einer unbehandelten Bio-Zitrone)
  • 100 g Butter
eine Schale Holunderbeersuppe mit frischen Holunderbeeren

Ein Klecks Sahne gibt das Gewisse extra!

Zubereitung

Schritt 1
Am besten mit einer Schürze arbeiten, Holunderflecken gehen schwer raus.

Die Holunderbeeren pflücken, in einem Sieb vorsichtig abspülen und abtropfen lassen, in einen Topf geben und mit dem Wasser aufkochen lassen. Dann erstmal 15 Minuten bei kleiner Flamme zugedeckt auskochen lassen. Den Saft durch ein Sieb schütten und auffangen.

Schritt 2
In einem ausreichend großen Topf die Butter schmelzen und schön braun werden lassen. Nun vorsichtig den Saft, Zitrone, Zitronenabrieb und Zucker dazugeben und alles aufkochen lassen. Während der Saft erhitzt, die Stärke mit ein wenig Wasser in einem Glas glatt rühren und mit einem Schneebesen unterrühren. Alles aufkochen lassen und etwa 2 Minuten köchel.

Abkühlen lassen und genießen. Wer mag, kann noch einen Klecks Sahne, Schmand oder Creme Fraîche hineingeben – guten Appetit!

Die Kaltschale mit Charakter

Rhabarber ist so beliebt, weil er nicht einfach “noch ein Obst” ist. Als Kaltschale gekocht schmeckt er süß-sauer, leicht pfefferig und hat noch einen wunderbaren Biss, also wirklich mal was anderes. Diese spezielle Kaltschale wird wohl oft mit Vanille-Milchreis serviert – ich kenne sie aber nur mit Eis und hier kommt das Rezept.

Rhabarber-Kaltschale mit Erdbeereis

Für etwa 4 Teller:

  • 500 g Rhabarber
  • 1 L Wasser
  • 3 EL Zitronensaft
  • 200 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Speisestärke
Rhabarber Kaltschale mit Erdbeereis

Schmeckt auch mit Vanilleeis super!

Zubereitung

Schritt 1
Den Rhabarber waschen, die Enden abschneiden und die Fäden, die dabei mit angeschnitten werden, gleich mit abziehen. Anschließend Rhabarber in ca. 1 cm lange Stücke schneiden und beiseite stellen.

Schritt 2
In einem ausreichend großen Topf das Wasser mit dem Zucker und der Zitrone vermischen. Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Vanillemark auskratzen und Schote und Mark mit in den Topf geben. Die Mischung aufkochen, den Rhabarber hineingeben, nochmal aufkochen lassen und im geschlossenen Topf etwa 30 Minuten köcheln lassen.

Schritt 3
Nach 30 Minuten testen, ob der Rhabarber fertig ist – also gar gekocht mit ein wenig Biss. Wenn er fertig ist, Vanilleschote entfernen und die Stärke in einem Glas mit etwas Wasser glatt rühren. Nun den Herd wieder hoch stellen und die Kaltschale mit ⅔ der Stärke abbinden und aufkochen. Wem die Konsistenz noch zu dünn, gibt den Rest der Stärke dazu und lässt alles nochmal für 2 Minuten kochen.

Schritt 4
Die Kaltschale komplett abkühlen lassen. Dazu abgedeckt auf dem Herd stehen lassen und am Nachmittag genießen oder in eine Schüssel geben, abdecken und über Nacht im Kühlschrank kalt werden lassen. Mit Erdbeereis servieren – guten Appetit!

Buttermilch & süße Himbeeren

Auch in diesem Rezept mischen wir süß und säuerlich zu einem köstlichen Gericht. Buttermilch-Kaltschale kann man auch ohne Obst zubereiten, ich kenne es aber vor allem mit Himbeeren, Blaubeeren und Kirschen. Das tolle an dieser Kombi ist, dass der Herd dieses Mal aus bleibt – also perfekt für den Sommer. Außerdem sättigen Buttermilch und Dickmilch ohne zu schwer zu sein, ein wunderbar leichtes Essen also, das garantiert jedem schmeckt. Hat sich zumindest noch niemand beschwert!

Himbeer-Kaltschale in tiefem Teller

Schön frisch und lecker!

Himbeer-Kaltschale mit Buttermilch

  • 500 ml Buttermilch
  • 500 ml Dickmilch
  • 100 g Zucker (evtl. mit etwas mehr abschmecken)
  • 1 Vanilleschote
  • 500 g Himbeeren

Zubereitung

Schritt 1
Die Vanilleschote längs aufschneiden und gründlich mit dem Rücken eines kleinen Gemüsemessers auskratzen. Das Mark zusammen mit der Buttermilch, der Dickmilch und dem Zucker in eine große Schüssel geben und mit dem Handmixer rühren, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat.

⅔ der Beeren mit in die Schüssel geben und gründlich pürieren. Die restlichen Beeren auf der Kaltschale anrichten und genießen – guten Appetit!

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