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Die Grillschule Teil 6: Reinigung von Rost und Grill iStock.com/eldadcarin

Die Grillschule Teil 6: Reinigung von Rost und Grill

Immer schön sauber bleiben! Wer will schon Fleisch auf den Rost legen, wenn dieser den Eindruck erweckt, als würde er mittlerweile ein eigenständiges Leben führen? Wir haben die besten Tipps für eine hygienische Reinigung.

Viele Griller schwärmen selbst dann noch von ihrer „schönen Patina“ auf dem Rost, wenn sich dort schon muntere Schimmelpilzkulturen tummeln. Natürlich muss ein Grill nicht so sauber sein wie ein OP-Besteck, aber ein wenig Hygiene schadet nicht. Immer eine gute Idee ist es, den Grill nach dem Essen nochmals 15 Minuten volle Pulle aufzuheizen. Eine echte „Pyrolyse“, die sich Gasgrillbesitzer davon versprechen, findet allerdings nicht statt. Dafür brauchst du Temperaturen jenseits der 500 °C. Immerhin beseitigt das Ausbrennen von Grill samt Deckel und Rost schon mal sicher alle Keime. Noch sauberer wird es mit diesen Strategien:

  • Vorsorgen: Bei Holzkohlegrills die komplette Grillwanne vor dem Befüllen mit zwei Schichten Alufolie auskleiden. Damit kannst du am nächsten Tag die Asche komplett entnehmen und entsorgen. Vor dem Einfüllen der Holzkohle unbedingt Löcher und Luftschlitze der Kohlewanne aussparen. Achtung: Gasgrill-Wannen nicht mit Alufolie auslegen, weil sich darin Fettpfützen bilden, die entflammen können.
  • Hochdruck: Viele Profi-Griller fahren ihr Sportgerät zu Beginn der Saison auf einem Anhänger zu einer Autowaschanlage und säubern es mit dem Hochdruckreiniger. Mit etwas weniger Druck auf der Düse kann du deinen Grill auch im heimischen Garten kärchern. Dazu auch den Rost entnehmen, auf den Boden legen und den Schmutz mit dem Dreckfräseaufsatz des Druckreinigers entfernen.

Der Grill lässt sich auch zu Hause mit dem Hochdruckreiniger säubern.

  • Abflämmen: Gasbetriebene Unkraut-Abflammgeräte feuern bis zu 1.300 °C. Damit lassen sich fast alle Rückstände auf dem Rost wegflämmen. Danach einfach mit der Messingbürste die Reste entfernen.
  • Wegfräsen: Ein Akkuschrauber oder eine Bohrmaschine mit aufgesetzter runder Messingbürste kann auch bei hoffnungslos eingebranntem Schmutz Wunder bewirken.
  • Chemische Keulen: Rauchharzentferner zur Beseitigung von Schmutz auf Ofen-Glastüren können helfen, dürfen aber auf gar keinen Fall auf den noch heißen Grill gesprüht werden, weil sich dann giftige Dämpfe entwickeln. Solche Mittel können auch Flächen an den Außenseiten des Grills beschädigen – deshalb lieber erst an einer unauffälligen Stelle probesprühen.
  • Hausmittel: 100 Gramm Natron mit 100 Milliliter Wasser anrühren, den Brei mit einem Pinsel auf den Grillrost auftragen und über Nacht trocknen lassen. Danach alles mit einem groben Tuch abwischen. Vor dem nächsten Grillen 15 Minuten auf höchster Hitze Rost ausbrennen, um etwaige Natronreste zu entfernen. Bei nicht allzu verkrustetem Schmutz ebenfalls hilfreich: Rost mit Kaffeesatz auf Schwamm oder zerknüllter Alufolie abreiben.

    Wie reinigst du deinen Grill? Lass uns gerne einen Kommentar da!


  • Einweichen: Zumindest die wasserlöslichen Anteile des Schmutzes sind leicht entfernbar, wenn man den Rost nach dem Grillen über Nacht einweicht. Besonders wirksam ist es, den Rost mit etwas Spülmittel einzusprühen und in feuchtes Zeitungspapier einzuwickeln, oder ihn in eine passende Wanne mit heißem Wasser und zwei Spülmaschinenpads zu geben. Notfalls kann man ihn einfach ins feuchte Gras legen. Ein guter Kniff ist auch, den noch heißen Rost mit einer Mischung aus 200 ml Apfelessig und zwei TL Zucker einzusprühen und den Schmutz nach dem Abkühlen einfach abzuwischen.
  • Bürste: Zu guter Letzt ist natürlich die häufigste Reinigungsmethode, den noch warmen Rost mit einer Messingdrahtbürste von den gröbsten Verunreinigungen zu befreien. Sicherheitshalber ab und zu den Zustand der Bürste überprüfen: In den USA konnten tausende schwere Verletzungen durch Borsten-Teile nachgewiesen werden, die von der Bürste abgebrochen und über das Grillgut in den Halsbereich der Griller gelangt waren.

Wenn du deinen Grill mit einer Messingdrahtbürste reinigst, überprüfe den Zustand der Bürste. Borsten-Teile sollten sich keinesfalls lösen und am Grill haften bleiben.


Mehr zu unserer Grillschule:

Teil 1: Direktes und indirektes Grillen

Teil 2: Reverse und Sous Vide

Teil 4: Marinieren

Teil 5: Würzen

Teil 7: Sicherheit


 

 

 

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