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Grilltechniken im Vergleich: Teil 1: Holzkohlegrill iStock.com/LauriPatterson

Grilltechniken im Vergleich: Teil 1: Holzkohlegrill

Es ist eine Frage der Philosophie - die bevorzugte Grilltechnik. Grillprofi Peter Wagner gibt einen Überblick über die verschiedenen Systeme und zeigt dir ausführlich alle Vor- und Nachteile. Los geht's mit dem Klassiker: dem Holzkohlegrill.

Vom 5-Euro-Tankstellen-Einweggrill bis zu den teuren Luxusmodellen – Glutfreuden gibt’s für jeden Geldbeutel. Die beliebteste Bauform ist der 1952 von George Stephen erfundene Kugelgrill, eine Form des Holzkohlegrills. Die runde Ausführung mit dem Deckel erlaubt direktes wie indirektes Grillen bei bis zu 500 °C. Aber auch mit einem Gartenkamin oder einer schlichten Feuerstelle mit Rost obendrauf kann man großen BBQ-Spaß haben. Zünftiges Raucharoma am Grillgut und uriges BBQ-Feeling in geselliger Runde inklusive. Kein Wunder, dass die heiße Glut mit Abstand die Nummer eins der Grilltechniken ist: 80 Prozent der Deutschen feuern am liebsten mit Holzkohle an.

Die historisch älteste Grilltechnik lässt sich auf den verschiedensten Geräten zum Glühen bringen – unüberblickbar ist die Auswahl zwischen kleinen Einmal-Aluschalen, transportablen Rund- und Schwenkgrills, Säulen- und Tischgrills, Feuerschalen, große Grillstationen, Grillwagen, oder dem beliebten Kugelgrill. Letzterer bietet mit seinem geräumigen Deckel den Vorteil des indirekten Garens wie im Backofen – da lässt sich sogar ein Huhn aufrecht auf einer Bierdose grillen. Für ein paar knackige Bratwürste und krossen Schweinebauch reichen aber auch preiswerte Grills ohne Deckel.

Das Grillen mit Holz und Kohle

Beim Grillen mit Holz, Kohle oder Briketts tragen Aromastoffe aus dem Brennmaterial zu dem typischen zünftigen Geschmack bei. Doch den kann man auch anders erzeugen: Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass der „Grill“-Geschmack hauptsächlich von den Röstaromen beim sehr heißen Garen von Fleisch durch die so genannte Maillard-Reaktion kommt – unterstützt von dem heruntertropfenden und als Flammen zurückschlagenden Fett. Und das geht auch mit Gas oder sogar teuren Elektrogrills. Aber nicht übertreiben, denn dabei können giftige Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen. Doch Holzkohle hat noch andere Vorteile: Bei Rostgrößen von bis zu zwei Metern kann notfalls eine komplette Fußballmannschaft begrillt werden. Wenn man lange genug wartet, bis die Glut endlich richtig heiß ist. Und falls mal der Brennstoff ausgeht, ist die nächste Tankstelle mit Grillkohle nicht weit.

Hier gibt’s jede Menge Holzkohlegrills in der Übersicht.

Holzkohlegrill: ja oder nein?

  • Beste Wahl für: Alle Grill-Anlässe von Picknick bis Party
  • Anheizzeit auf 200 °C am Rost: 15-40 Minuten
  • Maximale Temperatur am Rost: 300-500 °C
  • Abkühlzeit auf 20°C: 2-4 Stunden
  • Max. Grillzeit pro Befüllung: 3-4 Stunden
  • Maximale Rostgröße: 200 cm
  • Gut für direktes Grillen: Sehr gut
  • Gut für indirektes Grillen: Gut
  • Mobiles Grillen möglich: Je nach Gerät sehr gut bis schlecht
  • Kosten Anschaffung: 5 – 40.000 €
  • Kosten pro Grillstunde: 0,5 – 1,5 €
  • Lebensdauer: Je nach Gerät sehr kurz bis sehr lang

Vorteile:

  • Preis: Günstiger Einstieg ins Grillen möglich. Preiswerte, nachwachsende Rohstoffe als Brennmaterial
  • Mobil: Keine Gasflasche oder Stromanschluss nötig. Platzsparende Gerätegrößen.
  • Grillen in geselliger Runde von Baggersee bis Stadtpark
  • Flexibel: Sehr hohe Temperaturen (weit über 400 °C in Rostnähe) für direktes Grillen, aber auch indirektes Grillen unter dem Deckel möglich. Bei Verwendung von Briketts lange Grillzeiten realisierbar. Wunderbar rauchiges Aroma am Grillgut

Nachteile:

  • Zeitfresser: Lange Anheiz-Zeiten und kompliziertes Anzünden. Sehr schwieriges Nachfüllen/Wiederaufheizen und lange Abkühlzeiten. Asche muss entsorgt werden
  • Ungenau: Nur sehr vage Temperatursteuerung möglich
  • Unsicher: Darf nie unbeabsichtigt brennen. Verletzungsgefahr bei wackeligen Konstruktionen (Kinder, Betrunkene). Zuviel Rauchentwicklung für Balkon-Grillen mit Nachbarn in der Nähe

Noch mehr zum Thema Grills:

Profitipp

Die Feuerwehr empfiehlt, Glutreste mindestens einen Tag abkühlen zu lassen. Und niemals in Garagen oder Wohnungen Kohlegrillen – Lebensgefahr durch Kohlenmonoxid!

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