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Bio Gemüse ©stock.adobe.com/Studio Mike

Was sind die Vorteile von Bio-Lebensmitteln?

Bio-Lebensmittel einzukaufen, ist in Deutschland schon längst zum Trend geworden. Aber ist der Hype der einzige Grund für die steigende Nachfrage? Über die Vorteile von Bio-Lebensmitteln.

Bio nimmt zu: Zwischen den Jahren 2000 und 2015 stiegen, laut Branchenexperten des “Arbeitskreis Biomarkt”, die Umsätze durch Bio-Lebensmittel in Deutschland von 2,1 Millionen auf 8,63 Millionen Euro. Biologisch angebaute Lebensmittel sind längst kein Nischen-Produkt für verschrobene Ökos mehr. Mittlerweile gibt es kaum mehr Supermärkte, die nicht eine eigene Bio-Marke vertreiben oder zumindest Bio-Produkte anderer Marken im Sortiment haben. Dass der Trend in der Zukunft abreißt, halten Branchenexperten für unwahrscheinlich. Im Gegenteil, die Prognosen deuten auf weiterhin starken Wachstum hin.

Bio- vs. konventionelle Lebensmittel

Aber was sind die Gründe für diesen rasanten Anstieg? Bio-Lebensmittel sind in Zeiten von Clean-Eating und Foodblogs ganz klar auch zum Lifestyle-Produkt avanciert. Doch es gibt noch andere Gründe, warum so viele Menschen lieber auf biologisch angebaute Lebensmittel zurückgreifen.

Unterschiede im Nährstoffgehalt

Pflanzliche Bio-Produkte enthalten mehr Nährstoffe als jene aus konventionellem Anbau. Da die Bio-Pflanzen nicht mit (synthetischen) Pestiziden behandelt werden, müssen sie sich selbst gegen Umwelteinflüsse schützen. Das machen die Pflanzen, indem sie eine höhere Menge an sekundären Pflanzenstoffen produzieren. Der Mensch profitiert beim Verzehr von dem höheren Gehalt an Antioxidantien, denn diese schützen vor der Entartung von geschädigten Zellen und bilden dadurch einen wichtigen Beitrag zur Krebsvorbeugung. Als Beispiel: Ein biologisch angebauter Apfel besitzt etwa 1,5 mal so viele Antioxidantien wie ein konventioneller Apfel.

Bio Äpfel in verschiedenen Formen und Größen.

Bio-Äpfel besitzen 1,5 mal mehr Antioxidantien als Äpfel aus konventionellem Anbau.

Pestizidbelastung

Bio-Pflanzen werden im Gegensatz zu ihrem konventionellen Äquivalent nicht mit synthetischen Pestiziden behandelt. Wenn sie behandelt werden, dann nur mit natürlichen Mitteln wie Kaliseifen oder Kupfer. Bio-Gemüse besitzt einen etwa 320-mal geringeren Pestizidgehalt als konventionell angebaute Pflanzen. Allerdings ist der Pestizidgehalt bei konventionellem Gemüse so berechnet, dass dieser nicht gesundheitsgefährdend für den Konsumenten werden kann. Allerdings greifen besonders Eltern von Kleinkindern besonders bei Obst und Gemüse gerne auf die Bio-Varianten zurück. Denn immer wieder gibt es Berichte darüber, dass bei Untersuchungen Pestizidwerte gemessen wurden, die die erlaubten Grenzen überschritten haben. Gerade für Babys und Kleinkinder kann das schnell gefährlich werden. Denn einige Pestizidsorten können in den Hormonhaushalt eingreifen, das Erbgut schädigen und krebserregend wirken.

Tierwohl

Über konventionelle Massentierhaltung muss wohl nicht mehr viel gesagt werden. Wer Fleisch, Milch und Eier von Bio-Erzeugern kauft, kann sich sicher sein, dass es den Tieren gut, bzw. besser als den Tieren der konventionellen Betriebe geht. Die Verordnung, die hinter dem grünen EU-Bio-Siegel steht, gibt bestimmte Mindeststandards vor, die die Bio-Erzeuger in Bezug auf die Tierhaltung einhalten müssen. Die meisten Betriebe gehen über diese Bestimmungen aber noch weit hinaus. Dennoch kann man sicher sein, dass tierische Produkte, die mit dem EU-Bio-Siegel versehen sind, von Tieren stammen, die weniger gelitten haben, als ihre konventionell gehaltenen Artgenossen.

Ist Bio immer nachhaltig?

Nicht nur die gesunden Inhaltsstoffe und die artgerechte Tierhaltung sprechen für den Kauf von Bio-Produkten. Langfristig gesehen dient die nachhaltige Wirtschaftsweise des ökologisch orientierten Landbaus dem Schutz der Umwelt. Allerdings nur, wenn die Bio-Produkte nicht mehrere tausend Kilometer reisen mussten, bevor sie im Supermarkt oder Naturkostfachhandel ankommen. Trotz der steigenden Nachfrage bei Bio-Lebensmitteln stagniert in Deutschland nämlich die ökologisch genutzte Anbaufläche. Deshalb steigen die Importe von Bio-Waren und Lebensmittel werden teilweise in Regionen angebaut, in denen sie ursprünglich gar nicht wachsen. Wenn dann beispielsweise in Wüstenländern wie Ägypten oder Israel Gurken und Tomaten angebaut werden, stellt dies eine enorme Belastung der in diesen Ländern so kostbaren Wasserressourcen dar.

Mein Fazit:

Viele unterschiedliche Gründe sprechen für den Kauf von Bio-Lebensmitteln. Da diese aber oft noch deutlich teurer sind als konventionelle Produkte, kann sich nicht jeder eine (komplett) biologische Ernährung leisten. Günstige Bio-Produkte aus dem Discounter haben oft eine weite Reise hinter sich und stellen damit ebenfalls eine Belastung für die Umwelt dar. Wer sich gesund und gleichzeitig nachhaltig ernähren möchte, sollte deshalb auf regionale Bio-Produkte setzen.

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