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Saftkur ©Juliane Weiss

Detoxkur mit dem Slow Juicer von Rommelsbacher – ein Selbstversuch

Fünf Tage lang auf normale Nahrung verzichten und stattdessen nur Saft trinken? Das klingt nicht wirklich verlockend. Trotzdem habe ich es versucht, denn ich möchte meinen Körper entgiften. Und weil ich gerne die Kontrolle darüber habe, was auf meinem Teller, bzw. in meinem Magen landet, habe ich meine Säfte selbst gemacht – mit einem Slow Juicer von Rommelsbacher. In meinem Detox-Tagebuch könnt ihr nachlesen, wie es mir dabei ging.

Um die Fastentage besser zu überstehen und da geteiltes Leid bekanntlich nur halbes Leid ist, haben sich meine Kollegin und ich entschieden, die Saftkur gemeinsam durchzustehen. Während Lisa die Variante mit fertiger Saftkur gewählt hat, will ich meine Säfte selbst frisch zubereiten. Dafür bekomme ich von Rommelsbacher einen Slow Juicer zur Verfügung gestellt. Dieser ist besonders gut für eine Detoxkur geeignet, da durch die langsamen Umdrehungen der Entsafter-Schnecke das Obst und Gemüse schonend entsaftet wird, wodurch ein Maximum an Nährstoffen enthalten bleibt. Der Entsafter kommt mit zwei verschiedenen Siebeinsätzen daher, der eine für Säfte mit höherem Fruchtfleischgehalt, der andere für Säfte ohne Fruchtfleisch. Ich wähle die feinere Variante, da es bei unserer Detox-Kur darum geht, keine bzw. kaum Ballaststoffe aufzunehmen, um den Darm zu entlasten.

Tag 1

Der erste Tag meiner Saftkur beginnt mit einem Großeinkauf im Bioladen. Ich bin davon ausgegangen, dass ein Einkaufskorb voll mit Obst und Gemüse etwa zwei bis drei Tage reichen wird. Dass das ein sehr optimistischer Gedanke war, bemerke ich schon beim ersten Saft. Für etwa 300 ml frisch gepressten Saft benötige ich zwei Möhren, zwei Orangen, ein kleines Stück Ingwer und einen Apfel. Erste Erkenntnis meinerseits: Eine ganz schöne Menge an Obst und Gemüse steckt in so einem kleinen Saft.

Für die Kur habe ich von Rommelsbacher einen Slow Juicer zur Verfügung gestellt bekommen. Dieses Gerät ist besonders gut für eine Detoxkur geeignet, denn die gesunden Inhaltsstoffe im Obst und Gemüse bleiben beim Entsaften komplett erhalten, da ohne Hitze gearbeitet wird. Der Aufbau des Entsafters ist selbst für Menschen mit zwei linken Händen (ich!) kein großes Problem und geht sehr schnell. Beim ersten Entsaften bin ich positiv überrascht, wie leise die Maschine ist. Auch der Geschmack des Safts beeindruckt mich. So etwas kann man einfach nicht im Geschäft kaufen. Hunger habe ich nicht, bin aber etwas unkonzentriert und lustlos. Dafür bleibt das Müdigkeitstief nach der Mittagspause aus. Auch ansonsten geht es mir den Tag über gut. Abends bekomme ich allerdings Magenprobleme und esse etwas gekochte Hirse, um schlafen zu können. Das funktioniert dann auch erstaunlich gut. Ein entspannter erster Saftkur-Tag geht zu Ende.

Frische, gesunde Säfte mit dem Rommelsbacher Slow Juicer

Der Slow Juicer von Rommelsbacher presst hartes und weiches Obst und Gemüse ohne Probleme.

Tag 1 Detox-Säfte

1. Saft

  • 2 Möhren
  • 2 Orangen
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 Apfel

2. Saft

  • 1 Rote Beete
  • 2 Äpfel
  • 1 Birne
  • 1/2 Chicoree
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 3 Stücke Gurke

3. Saft

  • 1 Orange
  • 1 Birne
  • 1 Apfel
  • 1 Möhre
  • Brunnenkresse
  • 1/2 Zitrone mit Schale
Rommelsbacher Slow Juicer ES 240 Entsafter

Am vorderen Teil der Maschine kommt der Trester heraus, an der Seite frisch gepresster Saft.

Tag 2

Auch an Tag zwei habe ich noch keinen Hunger. Morgens trinke ich noch keinen Saft, sondern nur Wasser mit Zitronensaft. Ich fühle mich nicht wirklich schlapp, aber meine Motivation und meine Konzentration sind sehr viel niedriger als sonst. Meinen geistigen Zustand könnte man als eine Mischung aus ADHS und Alzheimer beschreiben. Außerdem ist mir unheimlich kalt. Während sich meine Kollegen über die stickige Luft beschweren und teilweise im T-Shirt rumlaufen, sitze ich in dickem Pullover und Schal vor dem Computer. Mein Kreislauf ist zwar im Keller und ich leide unter akuter Verwirrtheit – Hunger habe ich aber immer noch nicht. Ein Saft á 400-500 ml hält mich für mehrere Stunden satt. Da ich gut geschlafen habe und morgens keine Zeit zum Frühstücken brauche, bin ich zwar früher im Büro als sonst, allerdings merke ich gegen 16 Uhr auch, das meine sowieso schon kurze Aufmerksamkeitsspanne nun wirklich gegen Null geht.
Abends wird die Geburtstagsfeier einer Freundin zur Herauforderung. Ich habe zwar immer noch nicht wirklich Hunger, allerdings fällt es mir schwer, den anderen beim Essen und Trinken zuzuschauen. Eine Detoxkur verträgt sich einfach nicht sehr gut mit sozialen Events. Ich verlasse die Party frühzeitig und schlafe nachts wieder sehr gut.

1. Saft

  • 1/2 Honigmelone
  • 1 Orange
  • 2 Karotten
  • Etwas Ingwer

2. Saft

  • Birne
  • 2 Äpfel
  • 1 Stange Sellerie
  • 1/2 Fenchel
  • 2 Karotten

3. Saft

  • 2 Blätter Grünkohl
  • 1/2 Fenchel
  • Winterkresse
  • 1 Handvoll Spinat
  • 1/2 Zitrone

Tag 3

Auch an Tag drei verspüre ich keinen Hunger, allerdings kann ich mich über den Geschmack des Safts nicht mehr so freuen, wie zu Beginn. Meine Konzentration ist zwar besser und ich habe viel Energie, allerdings ist meine Laune am Tiefpunkt angekommen. Ich merke, dass Essen nicht nur dazu da ist, um satt zu werden, sondern, dass es auch positiv auf die Psyche wirkt. Auf feste Nahrung zu verzichten, ist ein sehr unbefriedigendes Gefühl für mich. Da ich den Saft in der Büroküche mache, muss ich außerdem penibel darauf achten, die Maschine nach jedem Benutzen sauber zu machen und wieder im Karton zu verstauen. Das Ganze dauert relativ lange – ich bin teilweise 30 Minuten in der Küche beschäftigt, bis ich endlich den Saft trinken kann. Ich mache mir dann einfach direkt zwei Säfte und bewahre einen noch im Kühlschrank auf, bis es wieder Zeit für die nächste Ration wird. Einen dritten Saft schaffe ich an Tag drei nicht mehr. Nicht, weil ich mich gesättigt fühle, sondern weil ich keine Lust mehr habe, Saft zu trinken.

1. Saft

  • 2 Möhren
  • 1 Apfel
  • Stück Ingwer
  • Stück Kurkuma
  • 1/2 Fenchel
  • 1/2 Ananas

2. Saft

  • 2 Selleriestangen
  • 1 Birne
  • 1 Apfel
  • 1 Orange
  • 1/2 Grapefruit
  • 1 Karotte

3. Saft

  • 1/2 Fenchelknolle
  • 2 Orangen
  • 1 Birne
  • 2 Äpfel
  • Etwas Basilikum
Detoxkur Saft Zutaten

Am besten schmecken mir Säfte mit Orange, Birne und Apfel.

Tag 4

Eigentlich sollte meine Detoxkur fünf Tage dauern, aber als ich an Tag vier aufwache, weiß ich, dass drei Tage genug sind. Es war eine spannende Erfahrung, doch ich möchte mich nicht quälen. Eigentlich schade, denn ich habe bei der Vorbereitung öfter mal gelesen, dass nach drei Tagen die schlimmste Zeit vorbei sein soll und man richtig fit und aktiv wird. Vielleicht schaffe ich es ja das nächste Mal, fünf Tage lang durchzuhalten. Denn ich werde diese Kur definitiv nochmal machen.

Nachtrag

Ein positiver Effekt der Saftkur ist bei mir, dass ich den Geschmack von einzelnen Lebensmitteln wieder besser wertschätzen kann. Ich lerne, dass einfaches Essen wie zum Beispiel gekochte Hirse mit gedünstetem Zucchini sehr gut schmecken kann und keinen weiteren Schnickschnack benötigt. Seit der Kur habe ich auch kein Problem mehr damit, auf Zucker zu verzichten. Das ist etwas, das ich mir schon lange vorgenommen, aber nie durchgehalten habe. Da ich seit der Kur aber mehr Lust auf vollwertige Nahrung habe, schmecken mir Apfelschnitze mit Mandelmus sehr viel besser als Schokolade. Generell bin ich bewusster geworden, was mit meinen Umgang mit Lebensmitteln betrifft.

Detoxkur mit Entsafter – Pro und Contra

Pro

  • Ich kann mir die Säfte nach meinen eigenen Vorlieben zusammenmischen und variieren und muss nicht jeden Tag den selben Saft trinken
  • Da ich mein Obst und Gemüse selbst kaufe, kann ich darauf achten, dass es Bio-Qualität besitzt und deshalb keine Pestizide im Saft enthalten sind
  • Frischer als selbst gepresst geht nicht, und das schmeckt man auch – die Säfte sind extrem lecker

Contra

  • Das eigene Entsaften ist relativ zeitaufwendig: Das Obst und Gemüse muss eingekauft, gewaschen und geschnitten werden und der Entsafter muss nach der Benutzung auseinandergebaut und sorgfältig gereinigt werden

Tipps zur Saftkur:

  • Zitronen kannst du samt Schale in den Entsafter geben. Durch die ätherischen Öle in der Schale bekommt der Saft ein frisches Aroma. Außerdem sind in der Schale Stoffe enthalten, die die Leber beim Entgiften unterstützen.
  • Da mir die Gemüsesäfte nicht sehr gut schmecken, nehme ich durch das ganze Obst sehr viel Fruchtzucker zu mir. Deshalb achte ich in diesen Tagen besonders darauf, oft die Zähne zu putzen. Denn nicht nur der Zucker ist schlecht für die Zähne, auch die im Obst enthaltene Säure greift den Zahnschmelz an.
  • Wenn du deinen Körper während der Detox-Kur unterstützen möchtest, solltest du zusätzlich Bentonit oder einfach Heilerde einnehmen. So werden die Giftstoffe, die während der Kur freigesetzt werden, besser ausgeleitet.

Verwertung der Reste

Beim Entsaften bleibt leider viel von dem Obst und Gemüse übrig, der sogenannte Trester. Mir tut es sehr leid, so viel von den Lebensmitteln wegzuschmeissen. Allerdings gibt es eine Möglichkeit, diese Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Die gepressten Faserstoffe kann man nämlich noch weiter verwenden:

  • als Zusatz in der Suppe, im Brot oder im Salat (z. B. Möhren-Trester)
  • im Dörrgerät gedörrt oder im Ofen gebacken als Cracker
  • für einen vegetarischen Burger einfach Gemüsetrester mit Bohnen, Kichererbsen oder Linsen vermengen und anbraten

Mein Fazit:

Meine größte Befürchtung, dass ich ständig Hunger haben würde, hat sich während der Kur nicht bewahrheitet. Die Säfte waren erstaunlich lecker und das Entsaften hat Spaß gemacht. Allerdings muss man für die ganze Prozedur des Entsaftens, Säuberns der Maschine und Einkaufen ausreichend Zeit einplanen. Für einen normalen Arbeitstag ist diese Kur daher nur bedingt geeignet. Der Entsafter hat mich allerdings auf ganzer Linie überzeugt. Trotz der schweren Arbeit, die er bei Karotte, Roter Beete und Co. leisten musste, war er extrem leise und es gab keine Probleme. Selbst Härtetests mit ganzen Möhren konnten ihn nicht stoppen. Und der leckere Saft entschädigt den Reinigungsaufwand allemal!

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