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Internationale Grüne Woche – die Highlights 2018 ©IGW 2018

Internationale Grüne Woche – die Highlights 2018

Die Internationale Grüne Woche ist das Großereignis für alle, die sich für Essen, Landwirtschaft und Gartenbau begeistern. Jeder Besucher kann seine ganz persönliche kulinarische Weltreise antreten. 550 Internationale Aussteller und die neuesten Foodtrends. Was auf der Messe 2018 wirklich Biss hatte – hier gibt es die Übersicht.

Von Weißwurst bis Räucheraal – traditionell und regional

Als erste Kostprobe und gleichzeitig verspätetes Frühstück erstmal ein Stück Dresdner Eierschecke in der Halle der Sachsen genießen. Dieser Blechkuchen mit cremiger Schicht aus Vanille-Pudding und aufgeschlagenem Eischaum hat lange Tradition. Auch die anderen Bundesländer von Bayern bis Mecklenburg-Vorpommern präsentieren sich auf der Messe mit traditionellen Gerichten. Deftiges mit Fleisch, Käse oder Fisch kommt von Süd nach Nord und von West bis Ost frisch und heiß auf den Probierteller. Doch auch echte Zuckerschnuten kommen bei den Ständen der Bundesländer auf ihre Kosten. Kuchen, Torten, Kekse und Eis – alles, was der süße Gaumen begehrt, wird angeboten. Die Messehallen der einzelnen deutschen Regionen sind wie jedes Jahr voll von Besuchern.

Traditionelles aus Mecklenburg-Vorpommern

Fisch im Norden, Weißwurst im Süden. Die Bundesländer präsentieren sich traditionell auf der Messe.

Schieben und Schlemmen statt Schlendern ist hier die Fortbewegungsgeschwindigkeit. Der Grund: Man wird automatisch mit dem großen Besucherstrom an den Ständen langsam vorbei geschoben und von Aussteller zu Aussteller geschleust. Doch das hat auch seine Vorteile: Es bleibt immer genug Zeit, salzige und süße Leckerbissen abwechselnd zu probieren. Neben den typischen Spezialitäten lassen sich vor allem regionale kulinarische Schätze wie Tannenlikör aus Werder in Brandenburg, die berühmte luftgetrocknete Ahle Wurst aus Nordhessen oder Honig aus dem Bergischen Land in NRW entdecken. Und wer keine geduldigen Nerven hat, an einem Stand anzustehen, der kann sich in der Halle von Baden-Württemberg auch am Regiomat direkt vom Erzeuger den Schwarzwälder Schinken per Knopfdruck ziehen. Zahlreiche Kochshows, ein buntes Bühnenprogramm und viele Mitmach-Aktionen laden ein, nicht nur Lust auf die Küche und Kultur der anderen Bundesländer zu bekommen. Wen es kulinarisch stärker in die Ferne zieht, der sollte sich bei den Ausstellern der 70 verschiedenen Länder durchprobieren.

Partnerland Bulgarien – bodenständig und sonnig

Bei der 83. Grünen Woche ist die Gasthalle diesmal in die Farben Weiß, Grün und Rot getaucht. Das Partnerland Bulgarien präsentiert sich unter dem Motto “Aroma der Sonne” sowohl kulinarisch als auch musikalisch in einer eigenen Halle. Das Land auf der Balkanhalbinsel in Südosteuropa ist mit 65 Ständen aus der heimischen Landwirtschaft vertreten. Von frischen Salaten wie Schopska-Salat mit geriebenem Salzlakenkäse und Tomaten, Lammfleisch bis hin zu Büffel-Joghurt mit Früchten oder Honig präsentiert sich das Gastland mit einer umfangreichen und vielseitigen Landesküche.

Partnerland Bulgarien

Der traditionelle Schopska-Salat mit geraspeltem Salzlakenkäse.

Trachten und Folklore aus Bulgarien

Partnerland Bulgarien präsentiert sich mit Tanz, Musik und vielfältigen Gerichten.

Die Balkanküche vereint viele Einflüsse aus der orientalischen und mediterranen Küche. Vor allem die Joghurt- und Käseprodukte aus Büffelmilch sind über die Landesgrenzen bekannt. In Bulgarien werden Wasserbüffel seit dem 12. Jahrhundert in der Landwirtschaft als Milch- und Fleischlieferant gehalten. Das Besondere der Büffelmilch: Sie hat einen doppelt so hohen Fettgehalt im Vergleich zu normaler Kuhmilch. Doch nicht nur traditionelle Gerichte bekommen ihre Aufmerksamkeit, auch moderne Familienunternehmen mit gesundheitsbewussten Lebensmitteln wie Raw-Schokolade, selbstgemachten Marmeladen und Tees stellen sich vor. Zum Erlebnisprogramm des Partnerlandes Bulgarien gehören außerdem Folklore-Aufführungen in bunten Trachten, sowie zahlreiche Musikvorführungen und Tanzeinlagen.

Das Essen der Zukunft

Foodtrends – frischer und gesünder

Die Grüne Woche ist auch der Hotspot für neue Foodtrends von zahlreichen Startups und Newcomern. Wer sich hier mit seiner neuen Idee, seinem neuem Produkt und der eigenen Foodkreation präsentieren kann, findet schnell heraus, wie und was bei den internationalen Besuchern ankommt. Frischer, frecher und noch gesünder für Mensch und Umwelt, heißen die drei zentralen Ströme in der Gastro-Szene auf der Messe. Begeisterte Tüftler aus dem Allgäu stellen sich in der Halle Hessens mit ihrer exklusiven Nusspresse vor. Der Clou: Oben kommen die Nüsse rein und unten fließt direkt frischgepresste Nusscreme in ein Schälchen. Frischer können die knackigen Baumfrüchte und ihre exotischen Verwandten als pure Nusscreme nicht zubereitet werden. Die Nusspresse soll bald in Geschäften stehen, damit der Kunde in Sekundenschnelle sein selbstgefülltes Gläschen Nusspaste kaufen kann.

Ein gesunder Trend, denn Nüsse sind zwar kalorienreich, aber bereits der Verzehr von 20 Gramm pro Tag ist eine gute Möglichkeit, sich vor Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes zu schützen. Nüsse halten fit und sind deshalb vom normalen Lebensmittel bereits zum Superfood aufgestiegen.

 

Insekten in Schokolade

Insekten als süßes Superfood zur Verkostung.

Gruene Woche Berlin

Über 400.000 Besucher probieren sich durch 70 Küchen der Welt.

Ebenso als frisches Superfood in Deutschland als Ernährungstrend angekommen ist der Verzehr von Insekten. Mehlwürmer, Schwarzkäferlarven, Heuschrecken und Grillen eignen sich als knuspriger Snack. Für viele Rezepte werden die kleinen Proteinbomben auch zu Mehl verarbeitet. Nicht nur pur, sondern auch als Burgerpatty, Fitnessriegel oder mit Schokolade überzogen, finden sie den Weg auf den Messeteller zur Verkostung. Für viele Europäer immer noch eine Mutprobe, ernähren sich bereits 2 Milliarden Menschen, vor allem in Afrika und Asien, von den sechsbeinigen Krabbeltieren. Erst seit Januar 2018 sind spezielle Insekten als Lebensmittel rechtlich in Deutschland überhaupt anerkannt und zugelassen.

Unser Nachbarland die Schweiz hat als erstes europäisches Land die Züchtung und den Verzehr von Insekten 2017 legalisiert. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) setzt sich mit einem Forschungsprojekt für eine systematische und artgerechte Züchtung der Insekten ein. Der Grund: Insekten als Nahrung werden vor allem als gesunde, umweltfreundliche und klimafreundliche Alternative zum Fleischkonsum betrachtet. Die Zucht von Insekten benötigt eine viel kleinere “Anbau-Fläche” und braucht ebenso weniger Futtermittel, Wasserverbrauch im Gegensatz zur Produktion von Fleischerzeugnissen. Ebenso sollen gerade sie es ermöglichen, die Welternährung bei steigenden Bevölkerungszahlen auf der Erde zu sichern.

Mit von der Partie ist Insektenkoch Frank Ochmann. Er beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der schmackhaften Verarbeitung von Insekten und bereitet in seiner Kochshow die Tierchen mit ihren hochwertigen Eiweißen frisch zu.

Foodtrend Fingerfood – deftig und saftig

Sie heißen Weißwurstpralinen, Bergkäsespieß oder Fleischchips. Bei den deftigen Foodtrends geht es nicht nur um die Wurst, sondern vor allem um Fingerfood. Das leckere Häppchen für zwischendurch soll jeden Tag zum Mini-Cheat-Day machen. Björn Schwarz hat eine bayerische Variante der Tapas to-go erfunden. Er frittiert kleine Weißwurstscheiben mit Brezel-Paniermehl und garniert diese Kreation mit einer süßen Senfsauce mit Radieschenscheiben.

Nicht so heiß aber ebenso beliebt sind die verschiedenen Arten von Fleischchips. Egal ob aus Wasserbüffel, Bison oder Elch – die hauchdünnen Scheiben werden speziell getrocknet und gewürzt, damit sie in der Chipstüte lange haltbar sind.

Ein Münchner Team hat zudem bereits die Wurstrevolution eingeläutet: Sie haben nicht nur gefüllte Bratwürste wie “Popeye” als Spinat-Bratwurst erfunden, sondern auch die Fitness-Landjäger. Bei Letzterem handelt es sich um eine proteinreiche Wurst, die zu 50% aus Eiweiß besteht und nur 6% Fett enthält. Die Sportwurst gibt es ebenfalls in verschiedenen Geschmacksvariationen wie Beef mit Chili oder Truthahn mit Curry.

Foodtrend Fingerfood – hybrid und bunt

Wer Süßes liebt oder nach all den deftigen Gerichten auf der Messe mal ein bisschen Zucker braucht, der braucht nicht lange suchen. Bei bekannten Klassikern wie Schoko-Brownies, Eis und Waffeln wird mit neuen Geschmacksrichtungen experimentiert und Süßes miteinander gekreuzt. So treffen die saftigen Brownies von Big B auf ein Topping aus Blaubeer-Käsekuchen oder einen Chili-Blütenmix aus getrockneten Rosenblüten und Kornblumen. Die fudgeartigen Quadrate gibt es auch in Pralinengröße, damit man die Chance hat, ganz viele der süßen Verführungen zu naschen. Dem Ideenreichtum, süße Rezepte miteinander zu kombinieren und dadurch zu verfeinern, sind  beim Hybrid Food keine Grenzen gesetzt.

Hybridfood

Brownies in allen Variationen mit Chili-Blütenmix oder Käsekuchen-Topping.

Muffle

Aus Muffin und Waffel wird Muffle!

Auch die sogenannten TATAS oder Muffles, wie sie Selim Esgin nennt, sind eine Kreation aus Waffeln, die mit Muffin-Teig zur Eistüte gerollt werden. Und weil in dieses knusprig-fluffige Hörnchen auch noch einiges reinpasst, hat man die Wahl zwischen zahlreichen Füllungen. Apfel-Zimt-Mus, Vanille-, Schoko- oder Baileys-Espuma sowie Streusel, Nussraspeln oder Marshmallows entscheiden, wie das fertige Dessert am Ende als poppiges Streetfood auf die Hand kommt. Im Sommer werden auch mal gerne Frozen-Joghurts und Früchte in die Muffles gefüllt.

Auch bei den zahlreichen Eissorten auf der Messe gibt es nichts, was es nicht zu essen gibt. “Weißer Kaffee” beim Eisfahrrad Biebereis oder ein selbst zubereitetes “Dill-Gurkeneis” kommt aus der Eismaschine bei der Eiszauberei. Ebenfalls ein kurioser Hingucker und eine Gewöhnung für die Geschmacksknospen, sind bunte Sprühsahnen in den Farben Blau, Grün und Rosa sowie als Edition in Gold mit Zimtgeschmack.

Foodtrend Getränke – cool und exotisch

In Sachen Getränkekunst zeigen sich viele Aussteller mit trendigen Zubereitungsmethoden, um durch Brüh-, Brau- und Mixmethoden bekannte Getränke zu verfeinern. Kalter Kaffee als Flaschendrink, Limonaden mit südamerikanischen Früchten wie der Acai-Beere und eisgekühlte Cocktails sind der Renner. Ein Berliner Startup hat seit einem halben Jahr ein spezielles Verfahren entwickelt, wie frische Mixgetränke mit Eiswürfeln und Früchten in die Flasche kommen. Bei den sogenannten Kukkis mit den Geschmacksrichtungen “Sex on the Beach” oder “Ladykiller” mit Maracuja-, Ananassaft, Orangenlikör und Gin werden alle Zutaten frisch gemixt und direkt eingefroren. Für Zuhause reicht es, den fertigen Komplettdrink drei Minuten in ein Wasserbad zu legen, um alles aufzutauen. Für die Gastronomie hat man sich sogar etwas Besonderes ausgedacht: Mit dem ersten Getränke-Toaster, der mit UV-Licht funktioniert, kann die fruchtige Mischung in 30 Sekunden trinkfertig zubereitet werden.

Ebenso eine coole Idee für die neuartige Zubereitungsmethode für Kaffee hat das Team von Philocoffe entwickelt. Sie stellen mittels einer besonders schonenden und langsamen Extraktion mit kaltem Wasser ein aromatisches Getränk aus kaltem Kaffee her. Mit Hilfe des Cold Brewing bleiben mehr Aromenstoffe des koffeinhaltigen Saftes erhalten. Mit 800 verschiedenen Aromen enthält Kaffee schließlich fast doppelt so viele Aromen wie Wein.

Von Berlin bis Marokko an einem Tag – trendy und informativ

Mit mehr als 400.000 Besuchern und fast 2000 verschiedenen Ausstellern ist die Grüne Woche zum Auftakt des neuen Jahres immer wieder ein kulinarischer Hochgenuss und ein Muss für jeden Foodie. Wer stets neugierig bleibt, findet unter den 100.000 Produkten nicht nur bereits bekannte Lieblingsgerichte, sondern entdeckt Nationalküchen, Foodtrends und jede Menge neue Geschmackserlebnisse. In über 300 Einzelveranstaltungen kann man sich über Ernährung und Landwirtschaft rund um den Globus fachlich informieren. Der Besuch lohnt sich, denn Essen ist schließlich die schönste Nebensache der Welt oder nicht?

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