category-food category-health checkmarkchefs-hat-ochefs-hatlive-show logo-icon menu-searchnewsletterpowered-by
Beste Erfolge beim Lauftraining: Was muss eine Laufuhr können? ©DragonImages – gettyimages

Beste Erfolge beim Lauftraining: Was muss eine Laufuhr können?

Für viele Läufer ist eine Laufuhr mittlerweile ein absolutes Muss. Das Angebot an Laufuhren ist jedoch riesig. GPS, Pulsmessung, Wasserdichte und viele weitere Funktionen sind möglich. Was genau muss eine gute Laufuhr aber können?

Viele Läufer schwören beim Lauftraining und beim Wettkampf auf ihre Laufuhr. Vorweg muss jedoch gesagt sein, dass man auch ohne Laufuhr laufen kann. Laufuhren lassen sich bezüglich des Suchtpotentials beinahe mit Handys vergleichen: Während es früher auch ohne kabellose Telefone problemlos geklappt hat, mit anderen Leuten in Kontakt zu treten, sich mitzuteilen und zu verabreden, kann heute kaum noch jemand ohne sein Smartphone. Ähnlich geht es Läufern mit ihrer Laufuhr.

Laufuhr

Kaum ein/e ambitionierte/r Läufer/in kommt noch ohne Laufuhr aus.

Unterschied zwischen Smartwatch, Fitnesstracker und Laufuhr

Was ist eine Smartwatch?

Grob gesagt sind Smartwatches wie beispielsweise die Asus ZenWatch Handyuhren. Mit dem Handy gekoppelt, zeigen die Uhren Anrufer-IDs, SMS, Emails, Kalender, Wetter, Facebook, Instagram und Co. Dank vieler möglicher Apps zählen sie die verbrannten Kalorien sowie Schritte pro Tag und überwachen den Schlaf. Mit einigen Smartwatches kann man sogar Musik abspielen oder den Puls messen, mit der Samsung Gear ist dies zum Beispiel möglich.

Wichtig ist jedoch, das Smartwatches nicht ohne ein Smartphone auskommen, diese Uhren dienen der Vernetzung! Und darin besteht auch schon der größte Unterschied zu klassischen Sportuhren.

Was ist ein Fitnesstracker?

Fitnesstracker waren ursprünglich in erster Linie dazu gemacht, seine Nutzer zur Bewegung zu motivieren. Sie zählen die Schritte, die zurückgelegte Distanz, den Kalorienverbrauch und überwachen den Schlaf. Mittlerweile hat man jedoch auch hier aufgerüstet, sodass die schmalen Armbänder wie beispielsweise die Garmin Vivofit 3 oder die Fitbit Alta HR mittlerweile auch mit dem Smartphone verbunden werden können und somit ebenso Anrufe, Emails und Co. anzeigen und darüber hinaus den Puls messen oder die Aktivität automatisch erkennen.

Der Unterschied zu einer Smartwatch ist mittlerweile also gar nicht mehr so groß.

FITBIT Alta HR S Fitnesstracker

Der Fitbit Alta HR Fitnesstracker hilft beim Training und zeigt an, was auf dem Smartphone abgeht.

Was ist eine Laufuhr?

Während die meisten Smartwatches mit Fokus auf das einfache Handling und die perfekte Vernetzung konzipiert werden, sind Laufuhren eine Art Sportcomputer, die teilweise über komplexe Bedienmöglichkeiten verfügen und zur detaillierten Auswertung des Trainings und der effektiven Trainingsüberwachung geschaffen wurden.

Es gibt Laufuhren der unterschiedlichsten Preiskategorien – je nachdem, ob man eine präzise Pulsmessung, eine integrierte Navigation, eine detaillierte Trainingsauswertung und Herzfrequenzmessung am Handgelenk oder via Brustgurt haben möchte.

Laufuhren sind Trainingsuhren für ambitionierte und Profisportler, die anhand der gemessenen Daten ihre Leistung verbessern oder optimieren können.

So zu viel erst einmal zur grundsätzlichen Erklärung. Wenn du also zu den Läufern gehörst, die nicht nur ab und zu eine kleine Runde durch den Park drehen, sondern wirklich trainieren und ihre Leistung kontinuierlich optimieren möchten, dann dürfte eine Laufuhr durchaus etwas für dich sein.

Vor der Anschaffung solltest du dir aber ein paar Gedanken machen, denn Laufuhren gibt es reichlich …

Laufuhr auf der Rennbahn

Laufuhren gibt es wie Sand am Meer. Wichtig ist, wofür du deine Uhr benötigst.

Was muss eine Laufuhr können?

Laufuhren mit Pulsmesser

Für Läufer, egal ob Anfänger oder Profi, ist der Puls ein enorm wichtiger Parameter, wenn es um die Laufleistung und Gesundheit geht. Anhand eines Pulsmessers kann nachvollzogen werden, wie anstrengend die Belastung tatsächlich für den Körper ist und so eine Überlastung verhindert werden. Ein Pulsmesser zählt deswegen bei den meisten Läufern zur Grundausstattung.

Während Laufanfänger vor allem von einem Pulsmesser profitieren, um nicht zu schnell loszulaufen und ihren Puls direkt in die Höhe zu treiben, können erfahrene Läufer mit einer Pulsuhr Tempoläufe, Intervalle, Bergläufe und vor allem ruhigere Erholungsphasen besser kontrollieren und so ihr Training komplett nach ihrem Puls ausrichten. Wichtig ist dafür jedoch, dass man seinen Maximalpuls kennt. Dieser variiert von Person zu Person.

Als allgemeine Faustformel für die Errechnung des Maximalpulses (HFmax) gilt:

  • Bei Männern: 223 – 0,9 x Lebensalter = HFmax
  • Bei Frauen: 226 – Lebensalter = HFmax

Dieser Wert gilt jedoch nur als Anhaltspunkt. Wer seinen genauen Maximalpuls herausfinden möchte, sollte sich am besten einer professionellen Leistungsdiagnose unterziehen.

Pulsuhren gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten: mit Brustgurt oder mit Pulsmessung am Handgelenk. Und bereits dieser kleine aber feine Unterschied stellt die meisten Laufeinsteiger vor ein großes Rätsel. Welche Uhr ist denn nun besser zum Laufen geeignet, eine mit Brustgurt oder eine ohne Brustgurt?

Pulsuhren mit Brustgurt

Die Pulsmessung mittels Brustgurt ist die älteste zur Messung des Pulses. Uhren wie beispielsweise die Polar M400 messen die Herzfrequenz mittels Sensor unter der Brust. Aufgrund der Nähe zum Herzen ist diese Messung nicht nur sehr genau, sondern auch dauerhaft möglich. Die Daten der Messung werden dann in Echtzeit an den Empfänger, also die Laufuhr, übertragen.

Vorteile der Pulsuhren mit Brustgurt

  • genaue Messung
  • permanente Messung
  • günstige Anschaffungskosten

Nachteile der Pulsuhren mit Brustgurt

  • Brustgurt wird oft als unangenehm empfunden
  • Gurt kann verrutschen
  • Gurt kann zu Hautirritationen führen

Puls Brustgurt

Einige empfinden das Tragen eines Brustgurts als unangenehm.

Pulsuhren ohne Brustgurt

Pulsuhren ohne Brustgurt werden bei Läufern immer beliebter, da den Sportlern hier eben ein weiteres Gadget, eben der Brustgurt, erspart bleibt. Vor einigen Jahren galten Pulsuhren ohne Brustgurt als sehr ungenau. Jedoch wurde in den letzten Jahren sehr an der Optimierung der Messung ohne Brustgurt gefeilt.

Was dabei herausgekommen ist, ist die aktuell sehr beliebte Messung am Handgelenk. Führende Hersteller sind hier beispielsweise Garmin mit Uhren wie der Vivoactive HR, TomTom mit der TomTom Spark 3 Cardio oder Fitbit mit Modellen wie der Fitbit Blaze. Die Pulsmessung erfolgt hier über LED-Leuchten an der Rückseite der Uhr, die die Adern durchleuchten und so die Veränderungen und Durchsichtigkeit der Adern messen können, die sich bei jedem Herzschlag ändert.

Vorteile der Pulsuhren ohne Brustgurt

  • kein zusätzliches Gerät notwendig
  • hoher Tragekomfort

Nachteile der Pulsuhren ohne Brustgurt

  • weniger genau bei schnell wechselnden Belastungen, da Veränderungen der Herzfrequenz bei vielen Geräten mit etwas Verzögerung registriert werden
  • hohe Anschaffungskosten

Fazit: Laufuhren ohne Brustgurt sind nicht nur äußerst angenehm zu tragen, sie sind mittlerweile auch sehr genau. Vor allem die neusten Modelle von Garmin sind hinsichtlich der Messung vorbildlich. Allerdings muss man bei diesen Modellen auch ziemlich tief in die Tasche greifen. Wer hohe Ansprüche an die Pulsmessung hat und Sportarten durchführt, bei denen sich der Puls kurzfristig immer wieder stark ändert (z.B. Intervalltraining oder Gewichtheben) oder wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, der sollte sich für eine Pulsuhr mit Brustgurt entscheiden.

Laufuhren mit GPS

Was ist eine GPS-Uhr?

Momentan sind GPS-Uhren die Tausendsassa unter den Sportuhren. Sie messen den Puls, zählen die Schritte, überwachen den Körper, bieten Trainingspläne, können Smart-Notifications anzeigen und (jetzt zum eigentlichen Extra) sie zeichnen den zurückgelegten Weg sowie die genaue Geschwindigkeit auf oder können sogar durch eine gespeicherte Strecke navigieren.

Meist sind GPS-Uhren rein optisch simpel ausgestattet: Man bedient sie mit Knöpfen (nicht über Touch), die Bildschirmauflösung sind niedrig, die Farben meist Schwarz und Weiß. Obwohl in vielen Fällen die Kopplung mit dem Smartphone möglich ist, müssen die Uhren zum Gebrauch nicht permanent mit dem Smartphone gekoppelt sein.

Die Verbindung mit dem Smartphone eignet sich für Smart-Notifications sowie das Speichern von Routen und Abrufen sowie Auswerten von Aktivitätsdaten.

Für wen eignet sich eine GPS-Uhr?

GPS-Uhren eignen sich vor allem für ambitionierte Sportler wie Marathonläufer/innen oder Triathleten/innen, die so stets die genaue Entfernung, Durchschnittszeiten und Wegnavigation im Blick zu haben. Derart erfahrene Sportler können durch die genaue Durchschnittsgeschwindigkeit pro Kilometer (Pace) und der Relation dieser zum Puls ihre Trainingserfolge detailliert nachvollziehen. Vor allem für Crossläufer sind zudem digitale Landkarten sehr dienlich.

Zu den aktuellen Top GPS-Uhren gehört zum Beispiel die Garmin Fenix 5. Diese Uhr kann alles, was das Herz eines ambitionierten Ausdauersportlers begehrt: Sie zeichnet Daten zuverlässig auf, misst den Puls am Handgelenk genau, navigiert durch Laufstrecken. Darüber hinaus zählt diese Uhr sogar die zurückgelegten Bahnen beim Schwimmen oder beobachtet zurückgelegte Höhenmeter beim Wandern. Je nachdem, welche Informationen für den Nutzen interessant sind, können diese Daten dem Menü hinzugefügt oder ausgeblendet werden.

Garmin Fenix

Die Garmin Fenix 5 ist eine Uhr, die fast alles kann.

Was ist eine Pace?

Als Pace wird im Läufer-Jargon das Tempo bezeichnet und genau das ist auch die Übersetzung des englischen Worts. Läufer messen ihre Geschwindigkeit nicht in Stunden pro Kilometer, sondern geben an, wie viele Minuten sie pro Kilometer brauchen. Eine Pace von 5.30 bedeutet also, dass der Läufer 5 Minuten und 30 Sekunden für einen zurückgelegten Kilometer benötigt.

Auch GPS-Uhren geben die Laufgeschwindigkeit auf diese Art und Weise an.

Wie genau sind GPS-Uhren?

Zwar sind die neusten GPS-Uhren sehr genau, doch muss festgehalten werden, dass es sich bei GPS-Messungen nicht um radiowellenbasierte Messungen handelt, sondern um ein globales Navigationssatellitensystem, welches von seiner Signalstärke lebt. Es kann also durchaus passieren, dass das GPS-Signal in dicht besiedelten Gebieten oder in langen Tunneln verloren geht, ebenso muss man meist vor dem Training kurz warten, bis das GPS-Signal gefunden wird.

Trotz generell recht zuverlässigen Messungen sollte man sich also auch bei einer guten GPS-Uhr auf ein paar Meter Differenz einstellen. Eine 400-Meter-Laufbahn (im Ring) ist beispielsweise auf einer GPS-Uhr meist ein paar Meter länger, eine 10-Kilometer-Strecke kann auch mal 10,3 Kilometer lang sein.

Vorteile einer GPS-Uhr

  • umfangreiche Trainingsaufzeichnung
  • aktuelles Tempo
  • Trainingsaufzeichnung von überall aus
  • einfach gesteuertes Training dank Intervallfunktion und Aufzeichnung von Zwischenzeiten
  • unbekannte Strecken erkunden

Nachteile einer GPS-Uhr

  • Verlust des GPS-Signals in Tunneln, dicht besiedelten Gebieten etc. möglich
  • Abhängigkeit, da das Gefühl fürs eigene Tempo durch die ständige Tempokontrolle verloren gehen kann
  • Messungenauigkeiten möglich bei vielen Kurven
  • hohe Anschaffungskosten

Wasserdichte von Laufuhren

Selbst, wenn du nicht vorhast, mit deiner Laufuhr schwimmen zu gehen, solltest du daran denken, dass du nicht nur im Wasser nass wirst. Auch ein überraschender Regenschauer oder starkes Schwitzen kann deine Uhr ordentlich nass machen.

Viele Uhren sind zwar als “wasserdicht” ausgezeichnet, jedoch noch lange nicht zum Schwimmen geeignet. Fast jede Laufuhr ist bis 10 Meter wasserdicht. Diese Uhren sind jedoch gerade einmal spritzwassergeschützt – sie können also Regen, Schweiß und Duschen ab. Damit sich deine Uhr auch zum Schwimmen eignet, sollte sie mindestens als wasserdicht bis 100 Meter ausgezeichnet sein. Die Garmin Swim ist beispielsweise eine Uhr, die speziell für das Schwimmtraining entwickelt wurde.

Laufuhr kaufen: Worauf sollte man achten?

Grundsätzlich muss natürlich jeder für sich entscheiden, mit welcher Uhr das Training am angenehmsten empfunden wird. Die Pulsaufzeichnung empfiehlt sich grundsätzlich für jeden, der mit System laufen möchte. GPS, Wasserdichte und Rundenmessung sind jedoch Funktionen, ohne die auch viele Läufer problemlos auskommen. Damit dir jedoch vor deinem Kauf einer guten Laufuhr eine Hilfestellung mit auf den Weg gegeben ist, hier ein paar Fragen, die du dir grundsätzlich vor dem Kauf einer Laufuhr beantworten solltest:

  • Möchtest du die Uhr hauptsächlich beim Laufen benutzen oder auch hin und wieder ein Schwimm- oder Radtraining mit ihr absolvieren?
  • Welche Trainingsdaten brauchst du für dein Training?
  • Möchtest du einen Pulsgurt tragen oder nicht?
  • Möchtest du deine Laufuhr auch ohne Smartphone-Kopplung benutzen können?
  • Welche Größe und Anzeige bietet der Display?/Zu welcher Tageszeit trainierst du?
  • Wie lange hält der Akku der Uhr (wichtig auch Akku-Laufzeit mit GPS-Nutzung)?
  • Bevorzugst du die Datenübertragung über Bluetooth, USB oder WLAN?

Mein Fazit:

Je nachdem, wie du dein Training gestaltest, bieten sich dir eine Vielzahl von verschiedenen Uhren, die dein Lauftraining optimieren können. Ich persönlich bin ein großer Fan von der Pulsmessung am Handgelenk sowie GPS-Funktion, da ich gerne mein Tempo überwache und mir das Tragen eines Pulsgurtes unangenehm scheint. Aber genau das muss jeder für sich selbst entscheiden. Bevor du dich also für eine Laufuhr entscheidest, mache dir Gedanken, für was du die Uhr überhaupt benötigst. Dann weißt du bereits viel besser, welche Funktionen für dich wirklich sinnvoll und welche eher überflüssig sind.

Zu deinen Lieblingsbeiträgen hinzufügen.

Wie interessant findest Du das?

Newsletter abonnieren

Keine Live Show mehr verpassen!

  • Keine Live-Kochshow verpassen
  • Exklusive Tipps bekommen
  • Leckere Rezepte entdecken
  • Teil der KOCH-MIT Familie werden

Vielen Dank!

Nur noch 1 Klick bis zum Newsletter. Wir haben eine E-Mail an: # geschickt.
Jetzt E-Mail abrufen & Bestätigungslink klicken.

Auch interessant