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Barbara Klein ist die Erfinderin des Flexi-Bar. ©Flexi-Sports

Schwingstab-Training – das Workout für die Tiefenmuskulatur

Er sieht erst einmal harmlos aus, dieser anderthalb Meter lange Stab, der keine Ähnlichkeit mit bekannten Fitnessgeräten hat. Fitnesstrainer, Physiotherapeuten und Profisportler schwören jedoch auf den Schwingstab und das durch ihn ermöglichte Training der Tiefenmuskulatur.

Was ist ein Schwingstab?

Beim Schwingstab, auch Flexi-Bar (Ur-Modell von Fitnesstrainerin Barbara Klein)oder Staby genannt, handelt es sich um eine etwa 150 Zentimeter lange, dünne, biegsame Stange aus Glasfiber, deren Griff und Enden mit Gummi- oder PU-Material versehen sind. Beim Training wird der Stab an seinem mittig platzierten Griff mit einer oder beiden Händen umklammert und dann durch leichte Handbewegungen zum Schwingen gebracht. Die entstehende Schwingung muss konsequent vom Körper ausgeglichen werden, wodurch vor allem die Tiefenmuskulatur im Rücken-, Nacken, Schulter- und Rumpfbereich beansprucht wird.

flexi-bar

Barbara Klein ist die Erfinderin des Flexi-Bar.

Was bringt das Schwingstab-Training?

Im Gegensatz zum allseits bekannten Krafttraining an Geräten oder mit freien Hanteln, stärkt das Wackeltraining mit dem Schwingstab nicht die oberflächlich sichtbare, sondern die Tiefenmuskulatur. Kommt der Stab einmal in Schwung, überträgt sich die entstehende Vibration in die Hände und dringt bis in die tiefsten Muskelschichten vor. Die kleinen Muskeln, die direkt an der Wirbelsäule sitzen – die Tiefenmuskulatur also – balancieren die schnellen Dreh- und Neigungsbewegungen aus. Dies passiert nicht bewusst, sondern vielmehr reflexartig über das Rückenmark. Je besser diese Balance funktioniert, desto stärker werden die Tiefenmuskeln und das führt wiederum zu einem geringeren Verletzungsrisiko, da meist kleine, schnelle Bewegungen und eine zu schwache Tiefenmuskulatur für schmerzhafte Blockaden der Wirbelsäulen-Muskulatur verantwortlich sind.

Vorteile vom Training mit dem Schwingstab

Vor allem die Tiefenmuskulatur im Rumpf ist bei einem gesunden und aktiven Leben von größter Bedeutung, denn bei fast allen denkbaren Aktivitäten ist eben der Rumpf in die Bewegung integriert. Wer also stark im Rumpf ist, der profitiert auch im Alltag und bei anderen Sportarten wie Schwimmen, Laufen, Fußball und und und von seinem stabilen “Korsett”. Gleiches betrifft auch die Wirbelsäule. Wird diese von der Tiefenmuskulatur ausreichend gestützt, kann Haltungsschäden und Verletzungen vorgebeugt werden.

Die Vielfältigkeit des Wackeltrainings

Obwohl vor allem die Stärkung der Tiefenmuskulatur als DAS Argument für das Training mit dem Schwingstab genutzt wird, sind die Trainingseffekte vielfältiger. Auch die Kraftausdauer, die Koordination, das Gleichgewicht und die Konzentration werden durch regelmäßiges Training mit Flexi-Bar und Co. gefördert.

Anfangs kann das Training noch etwas ungewohnt sein, schließlich sind die kleinen, schnellen Impulse eine neue Bewegung fürs Gehirn. Normalerweise bringen wir Dinge mit großen, kraftvollen Bewegungen aus Schultern, Ellenbogen und Handgelenk in Bewegung. Jedoch ist diese Umstellung durchaus lohnenswert, denn schon ein 30-minütiges Training mit dem Schwingstab verbrennt circa 350 Kilokalorien und damit weitaus mehr als eine halbe Stunde lockeres Joggen (etwa 250 Kilokalorien). Zudem kurbelt das Workout mit dem Schwingstab die Fettverbrennung an und trainiert neben der Tiefenmuskulatur im Core-Beirech auch die Arme und Schultern. Sogar ins Gesäß- oder Bein-Workout kannst du die Vibrationen integrieren.

Die besten Übungen mit dem Schwingstab

Achte darauf, den Schwingstab bei jeder Übung mittig und locker – nicht verkrampft – zu halten. Je nach Übung greifst du den Stab entweder mit einer oder mit beiden Händen und bringst ihn mit schnellen Impulsen in Bewegung. Führe die kleinen Schwingbewegungen jeweils für 30 bis 60 Sekunden durch.

Brust-Workout

Du stehst aufrecht, die Füße schulterbreit auseinander, die Fußspitzen zeigen nach außen. Den Schwingstab hältst du in der linken Hand, mit der rechten Hand umklammerst du die linke, die Stab-Enden zeigen jeweils zur Decke und zum Boden. Strecke nun die Arme auf Brusthöhe zur Seite aus und beginne langsam und gleichmäßig zu schwingen. Wechsele nach 60 Sekunden die Seite.

Rücken-Workout

Du stehst aufrecht, die Füße weit auseinander und greifst den Stab mittig, die Finger verschränkst du. Halte den Stab gerade auf Brusthöhe und führe ihn dann mit gestreckten Armen über deinen Kopf. Nun setze kleine Impulse und halte die Bewegung für 60 Sekunden.

Po-Workout

Lege dich auf den Rücken, die Füße stellst du auf. Hebe den Po zur Brücke. Strecke dann das rechte Bein nach oben, während die gestreckten Arme den Schwingstab halten und nach links drehen. Beginne, den Stab zu schwingen und halte die Bewegung für 60 Sekunden, bevor du die Seite wechselst.

Bein-Workout

Du stehst aufrecht, die Beine hüftbreit auseinander. Halte den Schwingstab mit beiden Händen parallel zum Boden vor deiner Brust. Bringe den Stab zum Schwingen und führe einen tiefen Squat durch, während du den Stab ständig in Bewegung hältst. 15 Wiederholungen.

Mein Tipp:

Als Schwingstab-Neuling solltest du die Handhabung erst einmal vom Profi lernen, denn nicht jeder ist für das Wackeltraining gemacht. Menschen mit Bandscheiben-Problemen, Herzerkrankungen oder akuten Entzündungen sollten beispielsweise lieber die Finger vom Schwingstab lassen und auch Leute, die den Stab partout nicht zum Schwingen kriegen, sollten das Training nicht erzwingen.

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