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Sportverletzung kuehlen oder waermen ©technotr – gettyimages

Muskeln kühlen oder wärmen – Schmerzen richtig behandeln

Heiß und kalt passt nur beim Dessert zusammen! Zwar kann bei Sportverletzungen auch gekühlt oder gewärmt werden, jedoch alles zu seiner Zeit. Koch-Mit verrät, wann bei Muskel-, Knochen- oder Gelenkschmerzen gekühlt und wann gewärmt werden muss.

Zerrung beim Schlusssprint, Pferdekuss beim Fußball, Überdehnung durch Umknicken oder ganz klassisch: Großer Zeh vor Schrankkante. All diese Szenarien sind wahnsinnig schmerzhaft, vor allem in den ersten Sekunden. Doch wie geht man denn nun vor, wenn es mal wieder passiert ist und man den Moment, an dem der Schmerz endlich nachlässt, so sehnlichst vermisst? Intuitiv greifen viele Sportler in solchen Fällen zum Kühlpad oder Eisspray und kühlen die betroffene Stelle. Diese Intuition ist genau richtig.

Frau kuehlt Knie

Bei Stauchungen, Prellungen, Umknicken oder Überdehnen ist Kälte die erste Hilfe zur Schmerzlinderung.

Wann bei Verletzungen kühlen?

Grundsätzlich gilt bei allen klassischen Sportverletzungen durch Stoß, Schlag, Umknicken oder Überdehnen die sogenannte PECH-Regel:

  • Pause: Die Belastung sofort einstellen.
  • Eis: Betroffene Körperstelle kühlen.
  • Compression: Einen kühlen Druckverband anlegen.
  • Hochlegen: Die betroffene Körperstelle hoch lagern.

Kälte verengt die Blutgefäße und verlangsamt den Stoffwechsel, dadurch können Schwellungen, Schmerzen und Blutungen gelindert werden. Durch das Verlangsamen der Prozesse im Körper wird nicht nur das Nervensystem heruntergekühlt, was für eine Schmerzlinderung sorgt, es tritt auch weniger Flüssigkeit ins betroffene Gewebe und weitere Entzündungen können verhindert werden. Letzteres ist vor allem bei Sportverletzungen besonders wichtig, die schnell auch einen längerfristigen muskulären Schaden mit sich führen können, wenn sie nicht direkt behandelt werden.

Bei Verletzungen richtig kühlen

Wenn du eine Verletzung kühlst, achte darauf, es mit der Kälte nicht zu übertreiben. Schlimmstenfalls kann es bei einer zu starken Kühlung zu Erfrierungen kommen!

  • Zwischen Kühlmittel und Haut sollte sich immer ein Tuch befinden. Hülle also das Kühlpad oder den Beutel mit Eis in ein Stück Stoff und lege es dann für etwa zehn Minuten auf die betroffene Körperpartie.
  • Entferne das Kühlmittel für zehn Minuten und lege es erneut auf. Verfahre nach diesem Schema für ein bis zwei Stunden.

Eine weitere Alternative zum Kühlpad oder Eisbeutel ist Eisspray. Achte jedoch auch hier darauf, das Kühlspray nicht direkt auf die Haut zu sprühen, besprühe stattdessen den Strumpf oder ein um die Körperstelle gewickeltes Tuch.

Krampf behandeln

Verkrampfte Muskeln lieben jedoch Wärme.

Wann bei Verletzungen wärmen?

Wärme ist natürlich das Gegenteil von Kälte. Genau daran solltest du auch bei der Behandlung einer Verletzung denken. Das bedeutet in der Praxis: Kälte verlangsamt die Prozesse im Körper, Wärme beschleunigt den Organismus. Wärme führt dazu, dass schmerzauslösende Signalstoffe schneller abtransportiert und heilende Stoffe schneller zur Verletzung hin transportiert werden. Dieser Fakt hilft vor allem bei chronischen Gelenkschmerzen oder Abnutzungserscheinungen weiter.

Waermeguertel Bosch

Bei Verspannungen und Verkrampfung hilft Wärme. Ideal ist beispieslweise ein Wärmegürtel bei Rückenschmerzen.

Aber auch bei Sportverletzungen kann Wärme helfen, jedoch frühestens nach 48 Stunden, wenn die Kältebehandlung abgeschlossen, die Schwellung und Rötung vollständig (!) abgeklungen sind. Wärmesalben, Heizkissen, Wärmegürtel, Wärmflaschen oder Wannenbäder fördern die Durchblutung und den Lymphfluss, wodurch der Körper verstärkt mit dem Wiederaufbau beginnt und sich das verkrampfte Gewebe entspannt.

Folglich bedeutet das also auch, dass bei Muskeln, die beispielsweise durch eine zu einseitige und zu lange Belastung verkrampft sind, direkt mit Wärme und nicht mit Kälte behandelt werden sollten. Nach einem Radrennen beispielsweise werden sich deine Muskeln über die durch Wärme ausgelöste Entspannung freuen.

Was bringt die Sauna?

Mit mehr als 100 Grad Celsius herrschen in der Sauna extreme Hitze. Diese enormen Plusgrade tun deiner Gesundheit bei richtiger und regelmäßiger Anwendung richtig gut. Sie können das Immunsystem stärken, die Durchblutung fördern, das Herz-Kreislaufsystem trainieren, die Muskeln entspannen und grippalen Infekten vorbeugen.

Idealerweise folgt beim Saunieren auf acht bis zwölf Minuten Hitze eine Kühlungs- bzw. Ruhephase. Diesen Vorgang kann man bis zu dreimal wiederholen. Damit jedoch die positiven Effekte des Saunierens auch wirklich eintreten, werden ein bis zwei Saunabesuche pro Woche empfohlen. Aber auch ohne diese Regelmäßigkeit tut ein Saunabesuch einfach sehr gut, probiere es mal aus

Achtung! Bei extrem hohem Blutdruck oder Krampfadern wird vom Saunieren abgeraten. Lasse dich also am besten von deinem Hausarzt beraten und sichere dich so ab.

Mein Fazit:

Bei allen klassischen Sportverletzungen, die mit einem akuten und plötzlich auftretendem Schmerz verbunden sind, ist Kälte wichtig, um den Schmerz zu lindern und Entzündungen zu hemmen. Jede Minute, die nach einer Muskelzerrung oder Prellung ohne sofortiges Kühlen vergeht, verlängert die Heilung um bis zu einen Tag. Ist die Entzündung und Schwellung jedoch abgeklungen oder dein Muskel durch eine zu einseitige Belastung verkrampft, dann ist Wärme das richtige Mittel, um die Durchblutung und die Entspannung zu fördern.

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