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Mehr als sieben Stunden sitzt die Mehrheit der Menschen taeglich. ©Hero Images – gettyimages

Langsam aber sicher: Sitzen macht krank

Wir alle können ein Lied davon singen, wie ungesund ja Alkohol, Nikotin, Übergewicht und Fast Food sind. Wahrscheinlich kannst du diese Leier schon gar nicht mehr hören. Verständlich. Wie sieht es aber mit den negativen Folgen des vielen Sitzens aus? Weißt du auch, wie schädlich das Sitzen ist und dass es uns durchaus früher sterben lassen kann?

Keine Macht der Evolution

Wusstest du, dass das viele Sitzen als ähnlich riskant für die Gesundheit eingestuft wird, wie beispielsweise Übergewicht und Zigaretten? Fakt ist nämlich, dass der menschliche Körper für Bewegung gemacht ist und wir, anstatt dem evolutionären Wunder des aufrechten Gangs Würde zu zollen, krumm sitzend vor unseren Monitoren verkümmern.

Unser sitzender Lebensstil hat mittlerweile sogar mit „Sedentariness“ einen Namen bekommen. 50 bis 80 Prozent der Menschen sind von Sedentariness betroffen und sitzen täglich mehr als sieben Stunden. Und selbst, wer regelmäßig Sport treibt, bleibt nicht von den Folgen des täglichen Sitzstreiks verschont.

Kollegen sitzen bei einem Meeting im Konferenzraum.

Wieso eigentlich bei Meetings immer im Konferenzraum sitzen, wenn man auch eine Runde spazieren gehen kann?

Warum das Sitzen krank macht

Sitzen schadet Rücken und Knochen

Wer täglich lange vor dem PC sitzt, dürfte bereits des öfteren gemerkt haben, dass sich Schulter- und Nackenpartie verspannen. Das Sitzen schadet dem Rücken und dem Bewegungsappart – es beeinträchtigt die Knochen, Wirbel und Muskeln und kann langfristig zu einer Vielzahl von Krankheiten wie Osteoporose, Bandscheibenvorfällen und Haltungsschäden führen.

Sitzen beeinträchtigt die Durchblutung

Durch das Sitzen über einen längeren Zeitraum wird die Blutzirkulation beeinflusst. Der Körper wird so nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Mal ganz von der dadurch relativ schnell auftretenden Müdigkeit abgesehen, kann die Beeinträchtigung der Durchblutung auch zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Thrombose und Krampfadern führen.

Sitzen verlangsamt den Stoffwechsel

Fließt das Blut langsamer, kommt auch der Stoffwechsel in den Zellen zum Erliegen, unbenutzte Muskeln werden schlapp. Das innere Gleichgewicht wird damit aus der Bahn geworfen, was wiederum langfristig zu Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes führen kann.

Sitzen fördert das Krebsrisiko

Wie eine Studie der Universität Regensburg 2014 bewies, erkranken Vielsitzer aufgrund des stockenden Blutflusses und des verlangsamten Stoffwechsels häufiger an Lungen-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs.

Sitzen verursacht Stress

Bei körperlichen Aktivitäten werden vermehrt Stresshormone ab- und Glückshormone aufgebaut. Wer also lange und viel sitzt, der verhindert, dass sich Stresshomone ausreichend abbauen. Bis zu einem gewissen Maß sind Stresshormone gut und fördern die Aufmerksamkeit, doch sind wir zu gestresst, führt das zu Stimmungsschwankungen, Leistungsabfall und nicht zuletzt auch psychischen Erkrankungen.

Sport kompensiert das Sitzen nicht

Auch, wer nach der Arbeit regelmäßig Sport treibt, bleibt nicht von den Folgen des langen Sitzens verschont. Denn selbst eine Trainingseinheit kann das vorangegangene Sitzen nicht ausreichend kompensieren. Wichtig ist, dass man das Sitzen im Alltag mit häufigen, kurzen Bewegungen wie Treppensteigen und Spaziergängen unterbricht.

Mein Fazit:

Gestalte deinen Alltag aktiver. Auch als typischer Büroarbeiter (zu denen ich mich ebenso zähle) kannst du vital bleiben: Ändere deine Sitzposition alle 20 Minuten, benutze die Treppen und nicht den Aufzug, telefoniere im Stehen, spaziere in deiner Mittagspause und mache kleine Übungen am Arbeitsplatz. Besonders empfehlenswert: Versucht euch an Walking Meetings. Setzt euch für Besprechungen also nicht in den Konferenzraum, sondern lauft eine kleine Runde ums Bürogebäude. Trotzdem solltest du auf deine abendliche Trainingseinheit nicht verzichten – auch, wenn du versuchst, aktiver im Büro zu sein.

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