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Koerpergerueche beudeten nicht immer schlecht Hygiene ©SIphotography – gettyimages

Gefährlicher Körpergeruch: Was der Geruch über die Gesundheit verrät

Was denkst du, wenn jemand in deiner Umgebung schlecht riecht? "Es wäre mal wieder Zeit für eine Dusche", vielleicht? Zugegeben, es ist ganz schön unangenehm, wenn die Person vor dir an der Kasse im Supermarkt muffelt. Dennoch sollten wir nicht zu schnell auf eine schlechte Hygiene schließen, denn die Ursachen für Körpergerüche können auch krankheitsbedingt sein.

Gefährlicher Körpergeruch: Schlechter Mundgeruch

Obwohl schlechter Mundgeruch tatsächlich oft an einer mangelnden Mund- und Zahnhygiene liegt und meist mit Karies und Parodontitis einhergeht, kann ein unangenehmer Geruch aus der Mundhöhle auch auf gefährlichen Krankheiten basieren.

  • Ein typischer Azeton-Geruch kann ein Indiz für eine sogenannte diabetische Ketoazidose sein. Dies ist eine lebensbedrohliche Folge einer Diabetes Typ 1 Erkrankung, die durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel und einen gestörten Fettstoffwechsel zur Übersäuerung des Blutes führt. In diesem Falle sollte der direkte Weg in die Intensivstation eines Krankenhauses führen.
  • Eine süßlich, aber eher faulige Note kann auf eine bakterielle Infektion und eitrige Prozesse zurückzuführen sein. Bei Mandelentzündungen, Bronchitis, Lungenentzündungen, Pilzinfektionen oder Abszessen im Rauchenraum ist ein solcher Geruch beispielsweise üblich.
  • Mit einem nach Urin riechendem Mundgeruch bringen Mediziner eine Nierenschwäche oder gar Nierenversagen in Verbindung.

Gefährlicher Körpergeruch: Stinkender Schweiß

Schweiß riecht bekanntlich eher neutral. Der typische Schweißgeruch entsteht nämlich erst, wenn die Flüssigkeit auf der Hautoberfläche von Bakterien der Hautflora zersetzt wird. Demnach muss der Schweiß also eine Weile auf der Haut sein, bevor er zu riechen beginnt und es müssen die entsprechenden Bakterien auf der Haut vorhanden sein. Folglich sind – banal gesagt – oft mangelnde Hygiene und schnelles Schwitzen der Auslöser für den Geruch. Aber nicht nur darauf kann ein stechender Schweißgeruch schließen:

  • Meist harmlos, aber dennoch geruchsverändernd kann sich Fieber auswirken.
  • Stoffwechselstörungen können aufgrund beißender Schweißgerüche – etwa nach Fisch –auffallen. Dieser typische Geruch kann auf Leberproblemen beruhen, bei denen die Leber Amoniak aus dem Blut nicht mehr zu Harnstoff abbaut und das Amoniak im Blut bleibt.
  • Auch Menschen, die krankhaft viel schwitzen, riechen öfter unangenehm, ohne wirklich etwas dafür zu können. Menschen, die unter übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose) leiden, haben mit extremen Schweißausbrüchen aufgrund von Fehlfunktionen der Nerven zu kämpfen.
  • Markant nach Urin riecht Schweiß hingegen, wenn Betroffenen an einer Nierenkrankheit leiden. Wenn die Nieren Harnstoff nicht mehr vollständig über den Urin ausscheiden können, wird er über den Schweiß abgegeben.
Stinkender Urin durch Spargel

Nicht nur Spargel kann der Auslöser für einen beißenden Uringeruch sein.

Gefährlicher Körpergeruch: Riechender Urin

Sofern es bei dir keinen Spargel oder eine ordentliche Portion Knoblauch zum Essen gab, ist unangenehm riechender Urin immer kein gutes Zeichen. Bakterielle Infektionen der Harnwege können nämlich auch ein Grund für den Geruch sein.

 

Mein Fazit:

Grundsätzlich haben Körpergerüche oft eine harmlose Ursache. Solltest du jedoch eine plötzliche Veränderung an deinen Körpergerüchen wahrnehmen, solltest du dich definitiv mal untersuchen lassen, um auf Nummer Sicher zu gehen.

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