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Koerperanalysewaage ©kosmos111 – gettyimages

Körperfett, Gewicht, BMI: Welche Messung macht Sinn?

Wenn es um die Figur geht, überlassen wir nichts dem Zufall. Wir messen, was zu messen geht – das Gewicht, den BMI, den Körperfettanteil. Doch welche Messungen machen denn überhaupt Sinn und sind wirklich eine Orientierungshilfe?

Kann man die körperliche Gesundheit messen?

Klar, zum einen suggerieren uns Zeitschriften, Marken und Co., dass man die körperliche Gesundheit anhand von verschiedensten Daten messen kann und sollte. Zum anderen vertrauen Profisportler auf detaillierte Messungen, um ihre Leistungen zu optimieren. Aber macht die Messung für den Otto-Normalverbraucher überhaupt Sinn?

Die Antwort lautet: Ja, wenn richtig gemessen wird.

  • Das Messen körperlicher Werte kann aufgrund einer Erkrankung sehr wichtig sein. Leiden Menschen beispielsweise an Diabetes, wird nicht nur der Blutzucker gemessen, sondern Betroffenen häufig auch vom Arzt geraten, ein bestimmtes Körpergewicht nicht zu überschreiten, um die Gesundheit nicht zu gefährden.
  • Wer ein bestimmtes Ziel verfolgt, zum Beispiel Gewicht verlieren oder Masse aufbauen, der kann mit der Messung des Körpergewichts natürlich seinen Fortschritt überprüfen.

Letzterer Grund für die Messung diverser Körperdaten hat jedoch bereits seine Tücken: Woher weiß ich, ob ich wichtige Muskelmasse oder Fett auf- bzw. abgebaut habe? Und bereits an dieser eigentlich so plausiblen Frage stoßen viele Messmethoden an ihre Grenzen.

Umfang messen

Das Gewicht ist nur eine von mehreren wichtigen Kennziffern, wenn es um deine Gesundheit geht.

Messmethoden und ihre Grenzen

Das Körpergewicht messen

Fangen wir doch direkt mit der einfachsten Messung, der Messung des Körpergewichts an. Es dürfte wohl jedem klar sein, dass das Körpergewicht überhaupt erst an Bedeutung gewinnen kann, wenn es ins Verhältnis zu anderen Faktoren wie dem Geschlecht, der Größe, dem Alter, der Aktivität und so weiter gesetzt wird.

Die Broca-Formel

Benannt nach dem französischen Arzt Paul Broca, bezieht die Broca-Formel die Körpergröße mit in die Errechnung des Idealgewichts ein: Normalgewicht = Körpergröße in Zentimeter – 100. Das Normalgewicht einer 1,75 m großen Frau wäre demnach 75 kg. Wer sein Normalgewicht um mehr als 10 Prozent über- oder unterschreitet, gilt als über- bzw. untergewichtig.

Diese Formel ist selbstverständlich absolut nicht realitätsnah!

Der Body Mass Index, BMI

Etwas komplexer ist da der BMI. Der Body Mass Index wird wie folgt errechnet: Körpergewicht in Kilogramm : (Körpergröße in Meter)².  Eine 1,75 m große Frau mit 75 kg Körpergewicht hätte demnach einen BMI von 24,48.

Liegt das Ergebnis dieser Rechnung zwischen 18,5 und 25, dann ist dein Körpergewicht laut BMI normal. Ergebnisse unter 18 sprechen für Untergewicht, während Zahlen ab 25 Übergewicht, ab 30 Adipositas und ab 40 schwere Adipositas bedeuten.

Frau auf der Waage

Der BMI ist ein sehr oberflächlicher Wert, der keine aussagekräftigen Schlüsse ziehen lässt.

Warum der BMI sehr ungenau ist

Doch auch den so bekannten BMI solltest du mit absoluter Vorsicht genießen. Laut BMI wären nämlich beispielsweise fitte Männer wie Vin Diesel stark übergewichtig, wenn nicht sogar fettsüchtig.

Der BMI gilt in der Wissenschaft und Praxis als wichtige Kennziffer, um Empfehlungen hinsichtlich des Körperbaus und des Krankheitsrisikos auszusprechen. Fakt ist jedoch, dass der BMI teils sehr absurde Bewertungen hervorbringt, wie eben im Fall von Muskelprotzen wie Vin Diesel. Aber warum ist das so?

Wahrscheinlich ist der BMI deswegen derart beliebt, weil er sich besonders schnell und einfach errechnen lässt. Fatal ist jedoch, dass bei dieser Berechnung absolut nicht unterschieden wird, wie sich die Körpermasse zusammensetzt. Bei der Berechnung des BMI ist komplett egal, ob sich dein Gewicht aus Muskeln oder Fett zusammensetzt, der menschlichen Gesundheit ist das allerdings nicht egal!

Laut BMI könnte ein absoluter Sportmuffel, der sich nur von Pizza und Cola ernährt, als “gesünder” eingestuft werden, als ein Sportler mit viel Muskelmasse.

Leistungstest

Den besten Überblick über deine Fitness und Gesunheit kann dir immer noch ein Sportmediziner anhand eines Leistungstests und einer Körperanalyse bieten.

Den Körperfettanteil messen

Wer einen zumindest halbwegs aussagekräftigen Wert über seine körperliche Gesundheit erhalten möchten, sollte zwangsläufig auch den Anteil der Muskel- und Fettmasse am gesamten Körpergewicht mit einbeziehen. Auch in der Fitnessszene gilt Muskelmasse in Kombination mit möglichst wenig Fett als gesund und erstrebenswert. Diese Kombination ist es auch, die vielen Herz-Kreislauf-Problemen und anderen Erkrankungen vorbeugt.

Selbstverständlich kann man es auch mit dem Streben nach möglichst wenig Körperfett übertreiben, grundsätzlich gilt jedoch bei Frauen ein Körperfettanteil zwischen 18 und 30 Prozent und bei Männern ein Körperfettanteil zwischen 8 und 20 Prozent als optisch und gesundheitlich erstrebenswert. Jedoch sollte auch hier das Alter mit in Betracht gezogen werden.

Grundsätzlich ist natürlich immer die Einschätzung und Messung eines Sportmediziners die genauste Methode. Hier werden mit meist acht Elektroden an verschiedensten Körperstellen oder gar mittels Röntgenuntersuchung genaue Ergebnisse über die Fitness und körperliche Gesundheit geliefert.

Für eine gute Einschätzung kann dir jedoch auch eine Körperanalysewaage mit ihrer Vielzahl an Kennziffern helfen, deine körperliche Beschaffenheit einzuschätzen und somit an dir und deiner Form zu arbeiten. Körperanalysewaagen wie beispielsweise die Index Smart Scale von Garmin messen nicht nur das Körpergewicht und den BMI, sie geben auch Aufschluss über das Körperfett, den Körperwasseranteil, die Knochenmasse und die Muskelmasse.

So zuverlässig sind Körperanalysewaagen

Wie funktionieren Körperanalysewaagen?

Körperanalysewaagen wie beispielsweise von Beurer angeboten, funktionieren nach dem Bioimpedanz-Prinzip: Mittels Elektroden (meist in der Waage befindlich) fließt ein schwacher, nicht spürbarer Strom durch den Körper. Da Fett beispielsweise leichter als Muskelmasse ist, ergeben sich hier unterschiedliche Widerstände, die die Waage erfasst und dank der individuellen Eingabe von Alter, Geschlecht und Größe entsprechend auswertet.

Nachteile von Körperanalysewaagen

Bei vielen Körperanalysewaagen befinden sich die Elektroden direkt in der Waage, was bedeutet, dass der Strom durch die Beine fließt und Fett, welches sich beispielsweise am Bauch befindet, nicht zuverlässig erfasst wird. Genauere Angaben können hier Körperanalysewaagen machen, die mit mehreren Elektroden ausgestattet sind. Die Körperanalysewaagen von Tanita sind beispielsweise auch mit Handelektroden ausgestattet und scannen somit auch den Oberkörper ziemlich genau.

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TANITA-BC-601-Innerscan-Personenwaage_(1)

Körperanalysewaagen von Tanita verfügen über mehrere Elektroden.

Zudem kann das Ergebnis einer Körperananalysewaage durch verschiedene Faktoren beeinflusst und verfälscht werden:

  • nasse Füße
  • Feuchtigkeitscreme auf der Haut
  • eine voll Blase
  • unverdautes Essen im Magen

Dennoch sind Körperanalysewaagen wohl die sinnvollsten Orientierungshilfen, wenn es um die Einschätzung der Fitness und körperlichen Gesundheit geht. Achte jedoch beim Wiegen darauf, klassische Wiege-Fehler zu vermeiden. Welche das sind, kannst du hier nachlesen: Die 5 häufigsten Fehler beim Wiegen

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