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Pestizide Landwirtschaft ©simazoran – gettyimages

Gifte in Lebensmitteln: So schädlich sind Pestizide

Obwohl Beeren, Salate, Obst und Gemüse zwar wahnsinnig gesunde Lebensmittel sind, können sie chronische Krankheiten auslösen. Warum? Weil sie alle mit Pestiziden belastet sind – zumindest, wenn sie aus konventionellem Anbau stammen. Wir verraten, wie schädlich Pestizide wirklich sind und welche Lebensmittel mehr oder weniger stark mit Pestiziden belastet sind.

Was sind Pestizide?

Pestizide sind chemisch erzeugte Pflanzenschutzmittel, die vor allem in der konventionellen Landwirtschaft zum Einsatz kommen. Sie können chemische Substanzen oder Mikroorganismen (also auch Viren) enthalten. Mit dem Einsatz von Pestiziden sollen Ertragseinbußen, Verluste bei der Ernte oder während der Lagerung Schäden durch Insekten, Pilze, Bakterien und Unkraut verhindert werden. Vor allem empfindliche Lebensmittel wie Beeren, Birnen, Tomaten und Paprika enthalten deswegen oft Rückstände von Pestiziden. Diese Rückstände sind in der konventionellen Landwirtschaft innerhalb der gesetzlichen Vorgaben erlaubt.

Paprika im Supermarkt

Oft sind die schön glänzenden Paprika im Supermarkt mit Pestiziden belastet.

Wie schädlich sind Pestizide?

Das Problem der Pestizide sind nicht etwa die einzelnen Wirkstoffe, denn die sind weniger bedenklich, wenn sie die zulässigen Grenzwerte nicht überschreiten. Viel gefährlicher ist es, dass viele Lebensmittel aus konventionellem Anbau förmlich einen wahren Giftcocktail aus mehreren verschiedenen Pestiziden aufweisen. Ein Test von Greenpeace konnte sogar beweisen, dass Johannisbeeren durchschnittlich mit sechs verschiedenen Pestiziden belastet sind. Denn eine Vielzahl verschiedener Pestizide ist gesetzlich erlaubt und diese können in Summe enorm gesundheitsschädigend sein, beispielsweise Nerven schädigen oder Krebserreger fördern.

In mehreren Studien wurden Pestizide bereits nachweislich mit der Entstehung schwerer chronischer Krankheiten wie Krebs, Fortpflanzungsstörungen, Diabetes, Autismus, Asthma, Alzheimer, Parkinson und weiteren in Verbindung gebracht. Die amerikanische Organisation Beyond Pesticides hat eine Datenbank erstellt, die diese Studien und Krankheiten zusammenfasst. Mal ganz von diesen schwerwiegenden Folgen abgesehen, sind auch die Schwächung des Immunsystems, Allergien, Hautausschläge und Magen-Darm-Beschwerden oft beobachtete Folgen von Pestizidrückständen in zu hoher Konzentration.

Welche Lebensmittel sind pestizidbelastet?

Wie bereits erwähnt, sind es vor allem Früchte, Gemüsesorten, Nüsse und Getreide aus konventionellem Anbau, die zu 81 Prozent nachweislich mit Pestiziden belastet sind. Besonders vorsichtig sollte man bei Lebensmitteln sein, die  außer der Saison gezüchtet werden und so besonders anfällig für wachstumshemmende Einflüsse sind. Grundsätzlich als stark pestizidbelastet gelten Beeren, Bananen, Zitrusfrüchte, Trauben, Birnen, Äpfel, Tomaten und Paprika.

Häufig liegt der Pestizidwert von Waren aus nicht EU-Ländern zudem über den hier zulässigen Grenzwerten.

Bio Lebensmittel ohne Pestizide

Bio-zertifizierte Lebensmittel kannst du ohne Bedenken kaufen und genießen.

Welche Lebensmittel sind pestizidfrei?

Grundsätzlich gilt: Pestizide lassen sich nicht abwaschen und selbst das Schälen der Erzeugnisse hilft nichts. Auf Nummer Sicher gehst du, wenn du auf Bio-Obst und Bio-Gemüse zurückgreifst. Wie die Verbraucherzentrale mitteilt, sind jährlich deutlich mehr als 80 Prozent der untersuchten Proben aus der ökologischen Landwirtschaft komplett frei von Pestiziden. Bei den restlichen Proben sind die Rückstände verschwindend gering, nur unter ein Prozent der zertifizierten Bio-Produkte überschreitet die Höchstwerte. Grund dafür ist, dass im ökologischen Landbau keine gesundheitsschädigenden Pestizide eingesetzt werden dürfen. Bio-zertifizierte Produkte oder regionale Lebensmittel vom Händler deines Vertrauens sind deswegen unbedenklich.

Mein Fazit:

Dass Bio-Lebensmittel gesund sind, das wussten wir ja schon lange, dass aber Erzeugnisse aus konventionellem Anbau derart bedenklich und gesundheitsschädlich sein können, das ist wohl nur wenigen bewusst! Obst und Gemüse sind gesund – vor allem, wenn du die Lebensmittel regional bei einem Erzeuger kaufst, dem du vertraust. Übrigens: Finger weg auch von Lebensmitteln, die am Straßenrand verkauft werden, diese sind nämlich oft mit Autoabgasen belastet.

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