category-food category-health checkmarkchefs-hat-ochefs-hatlive-show logo-icon menu-searchnewsletterpowered-by
Man beim Joggen auf Brücke ©Spectral-Design – stock.adobe.com

Die Wahrheit übers Laufen: Jogging-Mythen aufgeklärt

Das Joggen ist für viele der erste Schritt hin zu einem gesünderen Leben. Aber stimmt es denn wirklich, dass das Laufen auch die beste Möglichkeit zum Abnehmen ist, setzt die Fettverbrennung beim Joggen tatsächlich erst nach 30 Minuten ein und wie schädlich sind lange und regelmäßige Läufe wirklich für die Gelenke? Wir räumen mit den größeren Lauf-Mythen auf.

Die Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten

Falsch! Der Körper verbrennt fortlaufend Fett und Glukose – egal, ob in Ruhe oder in Bewegung. Je länger und intensiver du läufst, desto mehr Fett und Zucker wird auch verbrannt. Auch eine kürzere Runde lohnt sich also durchaus – vor allem, weil du zusätzlich vom Nachbrenneffekt profitierst.

Laufen schadet den Gelenken

Falsch! Bisher konnte keine wissenschaftliche Studie nachweisen, dass das Laufen den Gelenken schadet. Zudem passen sich die Gelenkknorpel der regelmäßigen Belastung beim Joggen an. Die Knorpel sind bei Läufern meist dicker als bei Nichtläufern, während eine trainierte Beinmuskulatur dafür sorgt, dass die Stöße beim Laufen ideal abgefedert werden können. Und sind wir mal ehrlich: Eigentlich ist es doch viel mehr das Sitzen, das den Gelenken Schaden zufügt. Die Gelenke werden beim langen Sitzen nicht durchblutet, sie erstarren, versteinern und schmerzen.

Trainierte Läufer schwitzen weniger

Falsch! Tatsächlich ist es nämlich umgekehrt. Trainierte Menschen schwitzen weitaus intensiver und schneller als untrainierte. Der Grund dafür ist ganz einfach: Die Schweißdrüsen eines Sportlers sind sehr aktiv, weil sie beim regelmäßigen Training arbeiten müssen. Sie sind darauf getrimmt, dass eine körperlich Anstrengung eine erhöhte Körpertemperatur bedeutet und beginnen deswegen frühzeitig mit der Schweißproduktion, um den Körper entsprechend abzukühlen. Deshalb beginnen viele Sportler auch schon bei der kleinsten körperlichen Anstrengung zu schwitzen, die Schweißdrüsen „rechnen“ sofort mit einer Belastung. Durch die frühzeitige und ideale Regulierung der Körpertemperatur ist der Organismus eines Sportlers weitaus leistungsfähiger, als der eines untrainierten „Wenigschwitzers“.

Beim Joggen nimmt man am besten ab

Nun ja. Regelmäßiges Laufen verbrennt zweifelsohne einiges an Fett. Bei jedem einzelnen Schritt wird das gesamte Körpergewicht in die Höhe gedrückt und wieder aufgefangen – das ist eine ziemliche Anstrengung für den Körper. Aber auch das Laufen allein macht nicht schlank. Denn selbst, wenn du eine Stunde gelaufen bist und vielleicht 1000 Kilokalorien verbrannt hast, dann war die ganze Anstrengung umsonst, wenn du dir als Belohnung eine Tafel Schokolade gönnst! Mit dem Laufen zu beginnen, wird dir allerdings ein ganz anderes Bewusstsein geben, es kann ein wichtiges Gerüst sein, den Lebensstil zu überdenken. Der Schlüssel zum Abnehm-Erfolg ist es, mehr Energie zu verbrennen, als man zu sich nimmt – ob mittels Laufen, Radfahren oder Kraftsport spielt keine Rolle.

Beim Laufen ist der Puls wichtig

Wahr! Auf sein Herz muss man aufpassen, immer. Profiläufer legen keinen Kilometer ohne ihre Pulsuhr zurück – sie trainieren nach Puls, haben ihren Fettverbrennungsmodus im Kopf und legen kurze Erholungszeiten beim Lauf ein. Freizeitsportler sollten vor allem dann auf ihren Puls achten, wenn es ans Herz geht. Nicht also zwingend bei kurzen Läufen im Schnatter-Tempo. In jedem Fall aber bei schnellen Läufen, bei langen Läufen, bei Läufen nach einer Krankheit, bei Läufen im Hochsommer.

marathon

Viele, die mit dem Laufen beginnen, träumen davon, irgendwann einmal an einem Marathon teilzunehmen. Es dürfen auch kleinere Ziele sein …

Ein Marathon ist Kopfsache

Falsch! Rein theoretisch kann jeder gesunde Mensch einen Marathon laufen. Was wirklich zählt, ist die Vorbereitung. Ein Marathon setzt hartes Training voraus, denn der Wille allein reicht nicht aus, den Körper ins Ziel zu schleppen. Die meisten Läufer denken bei einem Marathon an gar nichts, sie genießen die Stimmung, das Gefühl und wissen, dass irgendwann die Schmerzen einsetzen – denn die kommen bei jedem Marathon, schließlich ähnelt die körperliche Belastung beim Marathon der eines Herzinfarktes. Das muss nicht wirklich sein – schon gar nicht, wenn man nicht entsprechend ausdauernd und trainiert ist.

Mein Fazit:

Wer einmal mit dem Laufen angefangen hat, wird die Befreiung, das Glücksgefühl und die Leichtigkeit lieben. Schweinehund? Der hat sich spätestens nach den ersten Laufwochen in seine Hütte verkrümelt. Der Mensch ist für den aufrechten Lauf gemacht und doch beherrschen ihn nur noch wenige. Menschen, die allerdings das Laufen wieder erlernen und 30 Minuten am Stück aufrecht durchlaufen können, die kennen Hunde nur noch in Form von Fiffi, der einem in die Wade beißen möchte.

Zu deinen Lieblingsbeiträgen hinzufügen.

Wie interessant findest Du das?

Newsletter abonnieren

Keine Live Show mehr verpassen!

  • Keine Live-Kochshow verpassen
  • Exklusive Tipps bekommen
  • Leckere Rezepte entdecken
  • Teil der KOCH-MIT Familie werden

Vielen Dank!

Nur noch 1 Klick bis zum Newsletter. Wir haben eine E-Mail an: # geschickt.
Jetzt E-Mail abrufen & Bestätigungslink klicken.

Auch interessant