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Philips HD 4419/20 Elektrogrill im Test ©Kristaps Vaicis

Grilltechniken im Vergleich: Teil 7: Grillpfannen und Tischgrills

Es ist eine Frage der Philosophie - die bevorzugte Grilltechnik. Grillprofi Peter Wagner gibt einen Überblick über die verschiedenen Systeme und zeigt dir ausführlich alle Vor- und Nachteile. Im letzten Teil unserer Serie nehmen Grillpfannen und Tischgrills ins Visier.

Für geschlossene Räume bieten einzig Elektrotischgeräte die Möglichkeit, Speisen zu grillen. Raucharoma oder Cowboyromantik müssen draußen bleiben, aber das gesellige Brutzeln am Tisch bringt eine spannende Alternative in den wöchentlichen Speiseplan.

 

Der Tischgrill PG 2794 von Severin besitzt einen nach unten offenen Rost und erlaubt ein “Grillen” nach dem Wortsinn.

Drinnen am Esstisch grillen, muss nicht nur „rauchfrei“ sein, wie es von Geräten wie dem „Lotusgrill“ anfangs behauptet wurde, es darf auch keinerlei Kohlenmonoxid austreten (mehr dazu in unserem Sicherheits-Ratgeber). Deswegen werden diese Arten von Tischgrills inzwischen nur noch zur Verwendung an der frischen Luft empfohlen. Allerdings kann dieser Holzkohle-Tischgrill mit batteriebetriebenem Gebläse im Inneren eine gute Alternative zum Elektrogrill sein, wenn man auf dem Balkon schnell ein paar kleinere Grillgut-Stückchen braten will.

Kompakte Kohlegrills wie der Tulsa von El Fuego können zwar am Tisch verwendet werden, jedoch nur im Freien!

Geschlossene Grillplatten erlauben klassisches Braten wie in der Pfanne und sind in Spanien als “Plancha” sogar die bevorzugte Kochstelle in der Küche. Der entscheidende Unterschied zu dieser Garmethode ist aber, dass beim echten Grillen das Gargut auf den Roststäben von unten mit Heißluft umhüllt wird und der Saft und das Fett nach unten abtropfen kann. Das geht bei geschlossenen Grillflächen, wie sie auch die klappbaren Kontaktgrills haben, nicht.

Als Zubehör für große Gas- oder Holzkohlegrills sind diese „Planchas“ oder „Griddleplates“ aus Edelstahl oder Gusseisen aber eine echte Hilfe im Grill-Alltag. Sie werden auf den Rost gelegt und erlauben zum Beispiel die Zubereitung von Eiern, Omelettes, bröseligen Hamburger-Patties, Pilzen, empfindlichen Meeresfrüchte oder zarten Fischfilets, die sonst auf dem Grillrost kaum möglich sind. Grillpfannen für den heimischen Herd erzeugen mit geringem Aufwand immerhin die beliebten braunen Röst-Streifen-Brandings auf den Speisen.

Grillpfannen können auf den Grillrost oder den heimischen Herd gelegt werden und erzeugen die typischen Grillstreifen beim Grillgut.

Aus diesem Grunde sind natürlich auch die beliebten Teppanyaki Grills – zusammengesetzt aus den japanischen Worten für Eisenplatte (“Teppan”) und Braten (“yaki”) – keine echten Grills. Für rasches und effizientes Anbraten von Lebensmitteln am Tisch ist dieses typische Bratgerät nicht nur in japanischen Haushalten und Restaurants aber hervorragend geeignet.

Keine echten Grills, aber toll für schnelles Anbraten direkt am Tisch: Teppanyaki-Platten wie diese von Gastroback.

Tischgrill: ja oder nein? Ein Überblick

  • Beste Wahl (Tischgrills) für: Geschlossene Räume und Balkone mit vielen Nachbarn in unmittelbarer Nähe
  • Anheizzeit auf 200 °C am Rost: 8-20 Minuten
  • Maximale Temperatur am Rost: 180-250 °C
  • Abkühlzeit auf 20°C: 0,25-0,5 Stunden
  • Max. Grillzeit pro Befüllung: Bis der Strom abgestellt wird
  • Maximale Rostgröße: 50 cm
  • Gut für direktes Grillen: Mittel
  • Gut für indirektes Grillen: Schlecht
  • Mobiles Grillen möglich: Nein
  • Kosten Anschaffung: 20-450 €
  • Kosten pro Grillstunde: 0,3-0,75 €
  • Lebensdauer: Lang bis sehr lang

Vorteile

  • Umweltfreundlich: Grillen mit Strom ist emissionsfrei, erzeugt keine verbrannten Holzkohlereste und ist die physikalisch effizienteste Form, aus elektrischer Energie Wärme-Energie zu erzeugen
  • Sauberkeit: Bei Elektrogrills brennt fast nichts an. Wenn die Roste beschichtet sind, ist noch nicht einmal Fett oder Öl nötig. Rost, Gitter oder Fettschale sind meist spülmaschinenfest
  • Sicherheit Hier wird nichts verbrannt, deshalb ist Elektro die einzige garantiert Kohlenmonoxid-freie Methode zum Grillen in geschlossenen Räumen. Kann im Gegensatz zu allen anderen Systemen auch während des Betriebes herumgetragen werden
  • Schnelligkeit: Die Grilltemperatur ist meist schon nach wenigen Minuten erreicht. Nach dem Abschalten kühlt der Grill rasch ab

Nachteile

  • Unflexibel: Kann nur in Reichweite eines Stromanschlusses (oder der Kabeltrommel) betrieben werden
  • Schwachbrüstig: Die Temperatur am Rost erreicht bei weitem nicht die Werte von Gas oder gar Holzkohle
  • Raucharomafrei: Rauch entsteht nur, wenn Fett auf die heiße Heizschlange tropft, was unbedingt vermieden werden sollte. Ansonsten keine Spur von Lagerfeuerfeeling

Profitipp

Genau genommen sind viele dieser Geräte gar keine Grills, sondern haben glatte oder geriffelte, nach unten zur Heizspirale aber geschlossene Roste. Wer im Wortsinn “grillen” will, sollte auf einen nach unten offenen Rost achten.

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