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Gesunde alte Frau ©Eugenio Marongiu – gettyimages

Gibt es die richtige Ernährung für ein langes Leben?

Experten zufolge kann man durch den richtigen Lebensstil bis zu 10 Jahre länger leben. Der Autor Dan Buettner hat in einer Studie für National Geographic anhand der Völker, in denen die Bevölkerung weltweit am ältesten wird, untersucht, welche Ess- und Alltagsgewohnheiten ein langes und gesundes Leben unterstützen können.

Hier werden die Menschen am ältesten

Im Jahr 2004 machte sich der Autor Dan Buettner im Rahmen einer Studie auf die Suche nach denjenigen Populationen auf der Erde, in denen die Menschen am ältesten werden. Diese Zonen werden von Buettner als sogenannte “Blue Zones”, also blaue Bereiche, bezeichnet. Insgesamt gibt es fünf dieser Zonen:

  • Sardinien
  • Okinawa, Japan
  • Nicoya Peninsula, Costa Rica
  • Ikaria, Griechenland
  • Loma Linda, Kalifornien

Neben verschiedenen Angewohnheiten untersuchte er unter anderem auch die Ernährungsweise der Bewohner dieser “blauen Zonen”. Natürlich kann man die Lebensweisen dieser Bevölkerungsgruppen nicht eins zu eins übernehmen, doch es haben sich im Rahmen der Studie einige Aspekte herauskristallisiert, die auch Menschen aus anderen Regionen der Erde übernehmen können, um ein gesünderes und längeres Leben zu führen.

Sardinien

Sardinien gehört zu den “blauen Zonen”, in denen die Menschen weltweit mit am ältesten werden.

Gibt es bestimmte Zutaten für ein langes Leben?

Was manche wohl enttäuschen mag: Es gibt keine speziellen Lebensmittel, die ein langes Leben garantieren. Allerdings gibt es im Alltag der Völker, in denen die Menschen am ältesten werden, einige Übereinstimmungen, die auffällig sind und die Buettner in der Studie herausarbeitet. Es ergeben sich dabei insgesamt 9 Gewohnheiten, in denen alle Völker, die am längsten leben, übereinstimmen:

1. Natürliche Bewegungsabläufe

2. Lebenssinn

3. Stressreduzierende Routinen

4. 80%-Regel

5. Pflanzenbasierte Ernährung

6. Moderater Alkoholkonsum

7. Glaubenszugehörigkeit

8. Familienbezug

9. Gesunde soziale Umgebung

Die Studie zeigt, dass nicht nur eine gesunde, pflanzenbasierte Ernährung und regelmäßige Bewegung zu einem längeren und glücklicheren Leben beitragen, sondern auch die Einbindung in ein gesundes und stabiles Umfeld und der richtige Umgang mit Stress eine wichtige Rolle für ein hohes Lebensalter spielen.

Natürliche Bewegungsabläufe

Regelmäßige Bewegung ist wichtig für ein gesundes Leben – das sollte den meisten von uns klar sein. Allerdings spielt sich die Bewegung der Menschen, die am längsten leben, nicht im Fitnessstudio oder auf Marathonläufen ab, sondern sie ist auf natürliche Weise in den Lebensalltag integriert. Bewegung wird hier nicht aus dem Grund heraus betrieben, fitter zu werden, ein attraktiveres Äußeres zu besitzen oder gar als Lifestyle-Gadget, sondern es handelt sich um Bewegung, die natürlich in den Alltag, die Arbeitsabläufe und die Umwelt integriert ist – sie geschieht unbewusst und automatisch – beispielsweise bei der Gartenarbeit oder durch den Arbeitsweg.

Lebenssinn

Einen Sinn im Leben zu sehen, mag den meisten Menschen im ersten Moment als selbstverständlich erscheinen. In Wirklichkeit halten die meisten aber viel zu selten inne und fragen sich, was genau der Grund dafür ist, dass sie morgens aufstehen. Das sollte man ändern, denn ein bestimmtes Ziel im Leben vor Augen zu haben und seinen Daseinsgrund zu kennen, kann die Lebenszeit laut der Studie um bis zu 7 Jahre verlängern.

Stressreduzierende Routinen

Meditation

Kurze Ruhepausen im Alltag, beispielsweise Meditationen, senken das Stresslevel und helfen dadurch zu einem gesünderen und längeren Leben.

Selbst in den gesündesten Regionen der Erde müssen die Menschen stressige Zeiten durchleben. Stress kann entzündliche Reaktionen verursachen, die wiederum der Auslöser für eine Vielzahl an (tödlichen) Krankheiten sind. Im Gegensatz zu vielen von uns, haben die Menschen aus den “blauen Zonen” bestimmte Rituale, die ihnen dabei helfen, mit diesem Stress umzugehen. Das können zum Beispiel bestimmte Zeiten am Tag sein, in denen kurz innegehalten wird, um verstorbenen Verwandten zu gedenken, zu beten oder während denen ein Mittagsschlaf gehalten wird.

80%-Regel

Nicht bis zur kompletten Sattheit essen, kann ebenso zu einem längeren Leben verhelfen. Bewohner der blauen Zonen essen nicht, bis sie komplett voll sind, sondern hören kurz vorher auf. Auch die Uhrzeit spielt jenen Menschen eine Rolle, abends werden die kleinsten Mahlzeiten oder nur noch Snacks gegessen.

Pflanzenbasierte Ernährung

Proteinreiche Lebensmittel für Vegetarier

Pflanzliche Nahrung und moderater Fleischkonsum bilden die Basis für ein gesundes und langes Leben.

Bezüglich der Ernährung ist der größte Faktor, der allen Bevölkerungsgruppen der blauen Zonen gemein ist, dass die Basis der Ernährung pflanzlich ist. Bohnen, Linsen und Soja bilden die Hauptnahrungsquelle – Fleisch, insbesondere Schwein, wird nur etwa 4-5 mal im Monat gegessen.

Moderater Alkoholkonsum

Ein Ergebnis, das Weinliebhaber freuen wird: Die Ernährung der blauen Zonen beinhaltet moderaten Alkoholkonsum in Form von kleinen Mengen Wein. 1-2 Gläser Wein pro Tag zum Essen schließen das Altwerden somit nicht aus.

Glaubenszugehörigkeit

Alle Hundertjährigen, die im Rahmen der Studie befragt wurden, gehörten zu einer glaubensbasierten Gemeinde. Die Art der Konfession spielt dabei keine Rolle.

Familienbezug

Ebenso wie der Glaubenshintergrund ist auch der Familienbezug ein wichtiger Lebensbestandteil aller Bewohner der blauen Zonen. Dazu gehört beispielsweise, dass die alt gewordenen Eltern nicht in ein Heim gegeben werden, sondern bei den Kindern wohnen und von ihnen gepflegt werden, ebenso wie das liebevolle Kümmern um die Kinder und den Lebenspartner.

Gesunde soziale Umgebung

Die ältesten Menschen der Welt sind Teil von kleinen Gruppen, die einen gesunden Lebensstil haben, sich gegenseitig unterstützen und motivieren. Denn ein gesunder bzw. ungesunder Lebensstil ist ansteckend.

Mein Fazit:

Um gesund alt zu werden, spielt nicht nur eine gesunde Ernährung eine wichtige Rolle. Vielmehr ist es das "Gesamtpaket", das alle Bewohner der blauen Zonen gemeinsam haben. Ein stabiles soziales Umfeld, der richtige Umgang mit Stress und ausreichend Bewegung sind nach der Studie ebenso wichtig wie gesunde, pflanzenbasierte Ernährung. Natürlich kann man nur schwer alle Regeln in sein eigenes Leben integrieren, einzelne Punkte – wie eben eine größtenteils pflanzliche Ernährung, moderater Alkoholkonsum oder auch kleine regelmäßige Routinen zum Stressabbau – lassen sich aber ganz leicht in nahezu jeden Alltag einbauen.

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